Mittwoch, 03.04.2019, 20:45

deutschland

FC Schalke 04 vs SV Werder Bremen 0:2

Arena ‚Auf Schalke‘, 61.597 Zuschauer, DFB-Pokal Viertelfinale

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Nachdem ich den SV Werder im Februar schon im Dortmunder ‚Westfalenstadion‘ ins Viertelfinale supportet hatte, war ja klar, dass ich dafür Sorge tragen musste, dass auch die Hürde in Arbeitslosenkirchen genommen wird. Nach was weiß ich wie vielen Jahren betrat ich also mal wieder diese fürchterliche Halle und weil der Raumausstatter dort ja auf ganzer Linie versagt hat, dekorierte ich direkt mal um und richtete mich häuslich ein. Man will sich ja wohl fühlen. Bei geschlossenem Dach – Glücksspiel unter freiem Himmel ist ja auch verboten – zog der Rauch aus tausenden Zigaretten und der Bremer Pyro-Säule nur unzureichend ab, so dass dauerhafter Nebel unter dem Dach stand. Weniger benebelt zeigten sich die Teams, die ganz ordentlich mit Möglichkeiten auf beiden Seiten loslegten, allerdings legte sich die Aufregung bald und der Kick bestand eher aus Fehlpässen auf beiden Seiten. Nach dem Wechsel kam die blaue Brut dann nach kurzer Werder-Offensive deutlich besser ins Spiel und riss das Zepter an sich. Just in der Phase, in der man Schlimmeres befürchten musste, ging der SVW nach einem clever vorgetragenen Angriff durch einen sehenswerten Schuss in Führung. Und nur wenige Minuten später war der Deckel dann auch drauf und trotz 20 Minuten Rest-Spielzeit war der Sieg sicher, da die Körpersprache der Gastgeber nun Bände sprach. Der Rest war Jubel in Grün und Weiß. Erneut war ich einer von über 10tsd Werder-Anhängern bei einem Auswärtsspiel. Ich kann nur immer wieder staunen, wie zahlreich der SVW in der Ferne, vor allem in Nordrhein-Westfalen, unterstützt wird. Das macht richtig Laune. Allerdings muss man ehrlicher Weise einräumen, dass angesichts so großen Potentials heute zu wenig gekommen ist. Richtig laut wurde es eigentlich nur in der Anfangsphase und in der Schluss-Viertelstunde im Gefühl des sicheren Sieges. Aber auch die Nordkurve schöpfte die Möglichkeiten nicht aus und blieb deutlich hinter den Erwartungen. Vielleicht war die viel bemühte Anspannung auf beiden Seiten zu groß.