
Rot-Weiss Essen vs SSV Jahn Regensburg 3:2
Stadion an der Hafenstraße, 16.027 Zuschauer, 3.Liga

Mit dem Jahn aus ‚Rengschburg‘ stellte sich mal wieder eine vermeintlich einfache Aufgabe. Aber – ich wiederhole mich – es gibt sie in dieser Liga nicht, die einfachen Gegner. Dennoch war ein Sieg unabdingbar, wenn der Aufstiegsanspruch des RWE bestehen bleiben sollte. Die Gäste aus der Oberpfalz sind dagegen noch lange nicht von Abstiegssorgen befreit und müssen noch fleißig Punkte sammeln. Die Westkurve eröffnete mit einer kleinen Choreo zu Ehren ihrer Stadionverbotler. Aus Regensburg waren gut 300 Leute angereist. Die aktive Szene bertrat den Block aus mir unbekannten Gründen erst kurz vor dem Anstoß und lieferte unterstützt von ein paar Freunden von Blau-Weiß Linz und den Stuttgarter Kickers einen ordentlichen Auftritt ab. Der RWE hatte Anstoß und wählte erst einmal den Weg zurück. Über Gjasula, Brumme und Hüning fand der Ball den Weg zu Schlussmann Wienand, der noch nicht ganz auf der Höhe war, sich den Ball zu weit vorlegte und diesen an einen Regensburger verlor, der dann locker zur Führung einschob. Schnelle Gegentreffer nach eigenem Anstoß können wir. In der Vorwoche dauerte es nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit 16 Sekunden, heute nur noch deren 14. Die Defensive arbeitet halt an schnellen Lösungen. Dass die Abwehrreihe neu formiert war, darf nicht als Ausrede gelten. Das Gute war, dass weiterhin 90 Minuten zu spielen waren. Und so ackerten sich die Roten in die Partie und nach fünf Minuten gab es den ersten Aufreger, als Safi elfmeterreif im Strafraum gefoult wurde. Der nur wenige Meter entfernt stehende Referee hat beste Sicht auf das Geschehen, doch die Pfeife blieb stumm. Safi blieb heute ein Aktivposten, zwar weiterhin nicht torgefährlich, aber arbeitsintensiv mit guten Aktionen. Der ebenfalls von Beginn spielende Abiama konnte seinen Turbo-Auftritt vom letzten Wochenende dagegen nicht bestätigen und blieb blass.
Die Gäste versuchten mitzuspielen, das gelang auch phasenweise, insgesamt hatte der RWE aber das heimische Heft in der Hand. Brumme bekam dann nach einem von ihm selbst getretenen Eckstoß das Spielgerät auf Umwegen zurück, nahm von der Strafraumgrenze Maß und jagte das Teil zum verdienten Ausgleich in die Maschen. So ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel hatte der Jahn ganz starke zehn Minuten mit einigen Abschlüssen. Aber man weiß ja… haust Du Dinger nicht rein, macht es irgendwann der Gegner. Über mehrere Stationen kam der Ball am Sechzehner zu Hofmann, der über eine feine Schusstechnik verfügt und diese nutzte, um die Kirsche aus halbrechter Position zur Führung ins lange Eck abzusenden. Nur ein paar Minuten später behinderten sich der Jahn-Schnapper und ein Verteidiger nach einem Brumme-Eckball gegenseitig. Alonso hieß der Nutznießer, der aus kurzer Distanz auf 3:1 erhöhte. Mitnichten die Entscheidung, denn die Gäste gaben sich nicht auf und verkürzten eine Viertelstunde vor dem Ende noch einmal. Die Regensburger erkämpften sich dann Eckball um Eckball – 8:15 lautete das Eckenverhältnis am Ende, wenn ich richtig aufgepasst habe – von denen aber die wenigsten gefährlich wurden. Da aber ie Roten die Konterchancen nicht konzentriert ausspielten, blieb es spannend bis in die Nachspielzeit. In dieser hätte der Ex-Kölner Dietz zum Held für die Bajuwaren werden können, wenn sein Abschluss mit der Hacke nicht knapp über sondern unter die Querlatte geflogen wäre. So reichte es zu einem knappen Heimerfolg, aber auch der wird mit drei Punkten belohnt.













































































































































