Stadion an der Hafenstraße, 17.467 Zuschauer, 3.Liga
Nach dem Pflichtsieg gegen die Antifa-Kicker vom Millerntor in Runde eins des DFB-Pokals, wartete im zweiten Durchgang ein etwas größerer Brocken, nämlich der gekaperte SSV Markranstädt. Als Anhänger des glorreichen Deutschen Meisters von 1955 kann man sich ja prinzipiell nicht beklagen, die zugelosten Gegner waren bis auf ganz wenige Ausnahmen immer recht attraktiv. Dir Fortuna aus der Landeshauptstadt, Bielefeld, der HSV und viele andere konnten auf Augenhöhe bearbeitet und teils gar besiegt werden und füllten den Away-Sektor bis auf den letzten Platz. Es gab eigentlich nur zwei Scheiß-Lose in der jüngeren Vergangenheit, welche sich auf ein und denselben Verein konzentrieren, nämlich die Leipziger Marketing-Abteilung des Energydrink-Herstellers aus dem österreichischen Fuschl am See. Über diesen Verein dieses Konstrukt wurde schon viel geschrieben, die Ausführungen spare ich mir, es ist natürlich der am meisten polarisierende Teilnehmer des deutschen Fußballgeschehens. Und damit definitiv der schäbigste Gegner, den man zugelost bekommen kann, da sind mir sämtliche Paderborns, Fürths oder Elversbergs lieber. Traurig genug, dass dieser künstlich verpflanzte Retorten-Club das Zentralstadion gut füllt. Sich an einem ungemütlichen Herbst-Abend unter der Woche einer unangenehmen Aufgabe im Ruhrpott zu stellen, ist sich der Anhang dieses Konstrukts dann doch zu fein. Keine 600 Brause-Konsumenten fanden den Weg nach Essen, die leider auch Zutritt gewährt bekamen. In der Nacht war durch ‚Unbekannte‘ der Zugang zum Gästesektor zubetoniert worden – natürlich ein symbolischer Akt, der bis Spielbeginn wieder korrigiert wurde. Eine weitere Spitze erlaubte sich der RWE, indem auf die Anzeige von Firmennamen- und -logo des Konstruktes auf der LED-Tafel verzichtet wurde.
Ich hatte auch eigentlich gar keinen Bock auf das Spiel, rechnete mit einer unspektakulären Niederlage mit vier oder fünf Toren Differenz. Es kam anders. Die Roten starteten gegen den SSV Markranstädt mit den Mitteln, die ihnen zu Verfügung standen, nämlich Kampf, Einsatz, Mut und dem letzten Aufgebot. Da sich in den letzten Tag erst Telalovic, dann auch Potocnik und Janssen verletzt abmeldeten, stand der RWE ohne echten Stürmer da und müsste damit auf insgesamt sieben potentielle Startelf-Kandidaten verzichten. Fantasie war also gefragt, der nominelle Verteidiger Hofmann rückte auf den rechten offensiven Flügel und Rechtsaußen Abiama startete nominell auf links, wuselte aber immer mal hier und mal da hinter der Spitze, sucht aber weiterhin seine Form. Linksaußen Brumme ging auf die Mittelstürmer-Position, kam de facto aber mehr über die gewohnte linke Seite. Auch nach zehn Minuten, als er einen zu kurz geraten Rückpass auf den norwegischen Nationalschnappix Nyland erlief, auch von dessen Ausrutscher profitierte, diesen umkurvte und zur Führung einschob. Auch danach warf der RWE alles rein, das Konstrukt hatte natürlich mehr Ballbesitz, aber vor dem Tor waren die Roten gefährlicher. Das Konstrukt hatte alle Mühe sich mit der rauen Gangart unter den widrigen Bedingungen zu arrangieren. Bezeichnend, als Nationalspieler Raum gegen den nachsetzenden Hofmann bei einer peinlichen Schwalbe Flügel verliehen wurden, da hatte das Firmen-Getränk ganze Arbeit geleistet. Im ersten Durchgang schoss das Konstrukt nicht ein einziges Mal auf das Tor von Jakob Golz, bekam dazu von der hart arbeitenden Essener Hintermannschaft keine Gelegenheit geboten.
Kurz vor dem Pausenpfiff schwächte sich das Konstrukt dann durch eine gelb-rote Karte selbst. Ich bin gar nicht mal ein Freund von Platzverweisen für den Gegner, bringen diese ein Spiel oft durcheinander und gereichen der zahlenmäßigen überlegenen Mannschaft dann nicht zum Vorteil, auch weil der geschwächte Gegner diese berühmte ‚Angeschossenes Tier-Mentalität‘ entwickelt. In diesem Spiel war ich aber optimistisch, denn es war klar, dass es in Hälfte Zwei noch ein weiter Weg würde. Und so war es, die zweite Halbzeit zeigte ein anderes Spiel. Das Konstrukt zeigte sich strukturierter und sachlicher als im ersten Durchgang. Dazu standen dem Konstrukt ganz andere Wechsel-Optionen zur Verfügung. Während bei den Roten drei U19-Akteure auf der Bank saßen, brachte Konstrukt-Filialabteilungsleiter Demichelis unter anderem den marokkanischen Nationalspieler El Aynaoui und den norwegischen Auswahlspieler Nusa. Diese beiden und der von Beginn an gestartete Gomis sorgten fortan für viel Unruhe in der rot-weissen Defensive, während der glorreiche RWE kaum noch Entlastung schaffen konnte. Nachdem das Konstrukt drei, vier gute Einschussmöglichkeiten nicht genutzt hatte, fuschelte sich Nusa auf der linken Seite durch, der ebenfalls eingewechselte österreichische Nationalspieler Baumgartner hielt den Fuß in die scharfe Flanke und stellte zwölf Minuten vor dem Ende auf Remis. Nur vier Minuten später musste Bouebari das Foul ziehen um seinen Gegenspieler nicht von rechts aussichtsreich in den Sechzehner eindringen zu lassen. Der folgende Freistoß war dann aber mal richtig schlecht verteidigt, der RWE zollte dem Aufwand Tribut, die Reserven waren aufgezehrt, was immer auch zu Lasten der Konzentration geht.
In Unterzahl konnte sich Baumgartner lösen, kam völlig frei zum Kopfball und avancierte zum Matchwinner. Die Roten bäumten sich dann noch einmal mit letzten Kräften auf, schaffte sogar eine kleine Schlussoffensive, aber es reichte nicht mehr. Das Spiel ging somit völlig verdient an den Gegner und doch war die Niederlage absolut vermeidbar. Und dann verliere ich so ein Drecksspiel auch lieber 4:0 als so knapp, dass ich mich darüber ärgern muss. Dass der RWE dem Gegner einiges abgefordert hatte, zeigte sich auch darin, dass sich die Konstrukt-Angestellten über den Sieg freuten, wie Kinder und sich außerdem zu kleineren Provokationen gegenüber den Rot-Weissen hinreißen ließen. Das machte die Idioten doch gleich noch sympathischer, mögen sie alle blutigen Durchfall bekommen! Die Stimmung an der Hafenstraße war ordentlich. Nicht so laut und enthusiastisch, wie es möglich ist, aber intensiver und besser als zuletzt im Alltag. Den Konstrukt-Anhang, den ich aus meiner Position meist sehr gut hören kann, nahm ich jedenfalls selten wahr. Was natürlich auch an dem traurigen Haufen selbst lag. Emotional erschließt sich mir auch nicht, wie man sich auf ehrliche Art für eine aus dem Boden gekloppte, dazu noch mit klarem Marketing-Auftrag belegte Struktur begeistern kann. Aber das Zentralstadion besuchen halt keine Fans, sondern Konsumenten. Das Konstrukt wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht mehr von der Fußball-Landkarte verschwinden. Dennoch lohnt es sich, den Protest dagegen nicht verstummen zu lassen, schon allein um zeigen, dass die Ablehnung präsent bleibt. Und um mögliche Nachahmer hoffentlich zu verschrecken. Ab sofort gilt die volle Aufmerksamkeit aber dem Liga-Auftrag. Schon am Sonntag werden die Trauben im Württembergischen wieder verdammt hoch hängen, erst recht, wenn es auf der letzten Rille weitergeht.
Sportpark De Westmaat, 8.000 Zuschauer, Tweede Divisie
Gemeinsam mit der geschätzten Gattin reiste ich nach beinahe 15 Jahren mal wieder nach Bunschoten-Spakenburg, gelegen am Eemmeer, einem Teil der ehemaligen Zuiderzee, welche durch den Bau des Abschlussdeiches und Einpolderungen in IJsselmeer, Markermeer und andere, kleinere Binnenmeere aufgeteilt wurde. Zwei Mal im Jahre herrscht im kleinen Städtchen der Ausnahmezustand, dann nämlich, wenn die beiden Vereine des Ortsteiles Spakenburg mit seinem hübschen alten Hafen gegeneinander antreten. Neben dem Derby in Katwijk an Zee ist dieses Spiel sicherlich das größte Amateur-Spektakel der Niederlande. Beide Derbys finden aktuell auf drittklassiger und damit höchster Amateur-Ebene statt. Ein Aufstieg ist aktuell in den abgeschotteten Profi-Bereich nicht möglich, in zwei Jahren soll (angeblich und eventuell) das System wieder geöffnet werden. Ich denke aber, dass es auch völlig egal ist, in welcher Liga diese Derbys gebolzt werden, denn bei diesen Spielen geht es nicht um Punkte, sondern um das Prestige. Wer siegt, ist bis zum nächsten Aufeinandertreffen obenauf. Das ganze Dorf ist an diesem Tag auf Derby geimpft, Freundschaften und Nachbarschaften ruhen für kurze Zeit, man ist entweder für Rot oder für Blau und zeigt das oft auch, indem vor der Haustür oder im Garten die entsprechende Fahne gehisst wird. Während in Katwijk aber eine tiefe Abneigung gegeneinander besteht, was dazu führt, dass auch schon mal die Fäuste fliegen, was wiederum in der absurden Maßnahme mündete, dass beim letzten Duell die Fans der Auswärtsmannschaft die drei Kilometer bis zum Spielort mit der verhassten Bus-Kombi – so wird die verpflichtende Anreise im Bus genannt, wie sie bei den meisten Spielen in den beiden Profi-Ligen angewandt wird – zurücklegen mussten, ist die Rivalität in Spakenburg eher gespielt, auch wenn natürlich beide Kontrahenten gern gewinnen möchten.
In der Vergangenheit gab es zwar auch schon mal was auf die Mütze, allerdings sollen damals am sportlichen Rahmenprogramm interessierte Gruppen von Profi-Clubs das Spakenburger Derby als Stellvertreterkrieg genutzt haben. Denn grundsätzlich fällt dieses Spiel eher in die Kategorie Volksfest, auf dass sich viele Anhänger mit der in den Niederlanden so gefeierten Techno-Mucke in Kneipen im Ortskern oder im heimischen Partykeller einstimmen. Eine tatsächliche Feindschaft wäre auch anstrengend, liegen doch die beiden kleinen Stadien Seite an Seite im selben Sportpark direkt am Eemmeer, die Eingänge liegen unmittelbar nebeneinander und man teilt sich ein und denselben Parkplatz. Die Spielorte werden zu den Derbys mit Stahlrohrtribünen aufgepimpt, so dass heute 8.000 Zuschauer dem Spiel beiwohnen konnten. Den ersten Nadelstich setzten die Anhänger des SV Spakenburg. Aus einem Hubschrauber wurde massenhaft blaues Konfetti abgeworfen und die Windrichtung an diesem stürmischen Tag wollte es auch noch, dass die Schnipsel in Richtung des Fanblocks der IJsselmeervogels wehten. Diese beantworteten die Aktion mit dem Schlusspfiff noch mit einem hektisch gesprühten Spruchband.
Als Intro hatten beide Seiten dann gemalte Choreos zu bieten. Die der Gäste konnte ich aus meiner Position leider nicht gut erkennen, da sie im blau-weißen Pyro-Nebel verschwand. Überhaupt ist es schwierig bei diesem Spiel eine gute Foto-Position zu erhaschen, denn die Anlagen sind dermaßen gefüllt, dass man teils ebenerdig in dritter Reihe steht. Wenn dann noch das Zeitmanagement mangelhaft ist und man viel zu knapp eintrifft, wird es knifflig. Die Gäste erwischten dann einen Top-Start, konnten sie durch einen Handelfmeter schon nach vier Minuten die Führen erzielen. Dann übernahmen aber die Vogels mehr und mehr die Regie und erzielten Mitte der ersten Hälfte den verdienten Ausgleich. Die zweite Hälfte wurde mit weiteren Pyro-Aktionen eröffnet. Davon zeigten sich die Aktiven der Gastgeber offenbar mehr inspiriert, denn diese spielten weiterhin überlegen. Und gingen nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit in Führung, Doppeltorschütze Jim Beers war Mann des Tages. Die Blauen intensivierten danach natürlich die offensiven Bemühungen und hätten in der Schlussminute beinahe den späten Ausgleich erzielt, aber ein starker Reflex des Vogels-Schlussmannes verlieh dem Resultat Stabilität. Spakenburg-Derby kann man ab und an echt mal machen.
Stadion an der Hafenstraße, 16.517 Zuschauer, 3.Liga
Der Jahn war zu Gast an der Hafenstraße und die Vorzeichen waren eigentlich nicht so klar, wie es die Tabelle vermuten ließ, denn die Oberpfälzer rangierten auf einem Abstiegsplatz. Zwar legte der SSV einen Katastrophen-Start in die Saison hin, blieb aber zuletzt drei Male in Folge ungeschlagen. Der RWE hatte nach der zweiten Saisonniederlage, die in der Vorwoche erlitten wurde, etwas gutzumachen. Da derzeit allerdings das Verletzungspech in Essen auf Tour geht, war die Aufgabe nicht so einfach (allerdings gibt‘s in dieser verrückten Liga ja auch eigentlich gar keine leichte Aufgabe), denn unter der Woche hatten sich zu den Langzeitverletzten Obuz und der beste Torschütze Telalovic für die nächsten Wochen krankmelden müssen. Bei einem eher kleinen Kader wird die Luft da schon langsam dünn und da Bouebari eine Gelbsperre absaß, ging es ‚ohne sechs‘ an diesem äußerst stürmischen und regnerischen Freitag-Abend aufs Grün. Aus Bayern waren knapp 200 Leute angereist, die ihr Möglichstes taten. Kompakt stehend gaben diese ein geschlossenes Bild ab und eröffneten mit einem kleinen Fahnen-Chaos-Intro hinter einer Doppelhalter-Parade, die das Wort ‚Ratisbona‘ ergab, den italienischen Namen Regensburgs. Es dauerte einige Minuten dann übernahmen die Roten die Kontrolle und Janssen verzeichnete nach zehn Minuten den ersten Abschluss, drückte aber in Bedrängnis und Rücklage den Knopf zum zweiten Stock. Kurz darauf zündete Abiama aus gut 25 Metern und der nicht immer sicher wirkende Jahn-Schlussmann hatte seine liebe Mühe mit der Entschärfung dieser Rakete.
Und nur wenige Minuten nach diesem Warnschuss klingelte es dann doch im Regensburger Kasten. Die Hintermannschaft der Gäste übernahm die Regie für einen echten Defensiv-Gruselfilm. Die Idee war offensichtlich nach Torabstoß schnell eine spielerische Lösung in die gegnerische Hälft zu finden. Schnapper Hermann spielte raus auf die linke Abwehrseite, da der Ballhabende aber offensiv keine Anspielstation fand, wurde das Spielgerät kurz nach innen ans eigene Sechzehner-Eck gepasst. Dort nahm Fein die Kugel auf und entschied sich fürs Dribbling die Strafraumlinie entlang, dabei bekommt ja jeder Trainer schon nen Herzriss. Ging natürlich auch schief, denn Sietan spitzelte die Kirsche weg, der Ball geriet aber etwas zu lang, als das der hinterher stürmende Potocnik ihn erreichen konnte. Der Tormann hätte das Streitobjekt nun unter sich begraben können, aber ein ebenfalls hinzueilender Verteidiger kam vorher an die Kugel, die nun Richtung Torauslinie rollte. Die Situation war nun dennoch eigentlich geklärt, zur Beruhigung der Sachlage hätte der Jahn auch den Eckball riskieren können. Ein Gäste-Spieler holte sich aber den Ball und spielte diesen Abiami humorlos in die Füße. Der ließ sich nicht lange bitten, flankte die Kugel lang nach innen, Torwart Hermann unterlief den Ball und Brumme nickte diesen am zweiten Pfosten ins nun leere Tor. Was für eine unfassbare Abfolge von katastrophalen Entscheidungen, quasi ein Kack-Tor aus dem Lehrbuch, Arnd Zeigler wird wohl schon auf der Lauer liegen. Aber gut für den glorreichen RWE.
Die Roten verzeichneten danach weiter Abschlüsse, es reichte aber nicht um auf 2:0 zu stellen. Die Gäste fanden eigentlich gar nicht statt, aber die Rot-Weissen machten einfach zu wenig aus der Überlegenheit, insgesamt war das Spiel ein wenig zerfahren. Kurz vor der Pause wäre es dann beinahe passiert. Der SSV kam zum ersten Mal gefährlich vor das von Jakob Golz gehütete Tor, aber dieser entschärfte den gefährlichen Schuss aus halbrechter Position in absoluter Golz-Manier. Der zweite Durchgang zeigte dann ein etwas offeneres Spiel, die Gäste bemühten sich nun an der Partie teilzunehmen, Torabschlüsse gab es auf beiden Seiten aber nur wenige. Es blieb am Ende beim kleinstmöglichen Sieg-Ergebnis, welches sich der RWE teuer erkaufte, denn Potocnik musste in Hälfte eins verletzte ausgetauscht werden. Die Stimmung war auch mal wieder eher durchschnittlich, sicher war dafür auch die nasskalte Witterung mit ursächlich, aber eben auch die schon viel gescholtene Bauweise des Stadions. Ich sehe gespannt dem Tag entgegen, an dem die offenen Ecken geschlossen sind, der Baustart für die bereits beschlossene Maßnahme wird jedoch immer weiter verschoben. Spätestens wenn in Essen rauschende Europapokal-Nächte gefeiert werden, sollte es vollbracht sein. Noch 24 Punkte bis zum Klassenerhalt.
Estadio Alfonso Murube, 1.582 Zuschauer, Segunda Division
Irgendwie stellt mich das Hobby derzeit ein wenig auf die Probe. Schon die Ticketbeschaffung für dieses Spiel war wieder eine Aufgabe und auch wenn ich nie glaubte, dass das Spiel ausverkauft werden würde, wollte ich diese Frage bei dem zu betreibenden Anreiseaufwand gern vorher geklärt haben. Zwar kann man grundsätzlich easy online kaufen, allerdings war das Portal mit dem von mir den Angaben zu meinem Reisedokument nicht einverstanden. Obwohl ich alles ordnungsgemäß auswählte und ins System eingab, wurde mir der Kauf verwehrt. Ein wenig E-Mail-Verkehr mit dem Ticketing des Vereins und eine Überweisung regelten aber schließlich. Für den Spieltag war die Wettervorhersage dann für die gesamte Region mehr als zweifelhaft. Was das Vorhaben eigentlich schon massiv in Frage stellte, denn für diesen Ausflug war vernünftiges oder zumindest trockenes Wetter eigentlich unabdingbar. Aber genau dieses hat man halt nicht in der Hand und buchen kann man es auch nicht. Das wäre doch mal ne Geschäftsidee, wenn anstatt ‚Priority Boarding‘ die Option ‚Priority Weather‘ angeboten würde. Schon in der Nacht rumpelte es ordentlich und das deutlich hörbare massive Plätschern verhieß nichts Gutes. Der Plan, zum Busbahnhof zu laufen, um das Gepäck dort einzuschließen, ertrank jämmerlich im Starkregen. Also vom Rezeptionisten ein Taxi rufen lassen und der schon etwas betagte Taxista vergaß den Taxameter einzuschalten und rechnete tatsächlich nur den Startpreis ab.
Das sollte nun erst einmal das einzig Positive bleiben. Kurz wartete ich ab, bis der Regen etwas nachließ, um die wenigen hundert Meter zum Fährterminal schnellen Schrittes zurückzulegen. Als ich mich diesem näherte, wurde im Halbdunkel ein großflächiges liquides Hindernis sichtbar. Das ganze Regenwasser, welches aus der Stadt runter ans Meer floss, konnte von der Kanalisation nicht verarbeitet werden, die Uferpromenade stand über den Bordstein hinaus unter Wasser. Mit steigendem Pegel. Nun wurde es hektisch, denn ich musste noch meine Reservierung gegen das Fährticket tauschen, ein Zeitpuffer war quasi nicht vorhanden. Mit einem Umweg erreichte ich eine ‚Furt‘, wo ich die breite Straße queren konnte, aber der Vorplatz zur Schleuse in den Hafenbereich war ebenfalls hoffnungslos abgesoffen. Das war nun eigentlich der ‚Point of return‘ aber ich entschied die Situation in ‚No surrender‘ zu transformieren. Also die Hose bis zu den Knien hochgekrempelt, Schuhe und Socken ausgezogen und durch den ganzen Mist durchgewatet. Leere Getränkedosen und unzählige aus der Kanalisation hochgedrückte tote und lebende Kakerlaken umschmeichelten meine wohlgeformten Unterschenkel. Was sonst noch in der graubraunen Brühe rumschwamm, möchte ich gar nicht wissen. Nach gut 50 Metern Kneipp-Strecke sahen die Flunken dann aus, als hätte ich zu Fuß eine Schlammwüste durchschritten. Schöner Einstieg in den Tagestrip, das machte Lust auf mehr. Manche Erlebnisse wollen sich halt erkämpft wissen. Der ältere Herr, der die Sanitärräume des Boardingbereiches betrat, schaue etwas irritiert, als er mich meine Füße im Waschbecken reinigen sah. Nach dieser rituellen Waschung mit unvollkommenen Ausgang katapultierte mich der Hochgeschwindigkeits-Katamaran ‚Cecilia Payne‘ in einer knappen Stunde über die Straße von Gibraltar.
Auch in Afrika wollte es noch regnen, wenn auch in deutlich geringerer Intensität. Es reichte aus, um etwas herumzulatschen. Ceuta liegt auf einer Halbinsel und das historische Zentrum ist durch den ‚Foso de San Felipe‘, einen durch an beiden Ufern durch mächtige Bastionen gesicherten Wassergraben, vom restlichen Territorium Ceutas abgetrennt. Die Altstadt Ceutas mit vielen im spanischen Kolonialstil errichteten Gebäuden ist durchaus ansehnlich. Als in den 50er Jahren das spanische Protektorat, also der spanische Landbesitz auf marokkanischem Staatsgebiet, im Zuge der Unabhängigkeit zurückgegeben wurde, verblieb die Exklave Ceuta in spanischem Besitz. Das übt einen Reiz auf ausreisewillige Marokkaner und auch andere Afrikaner aus, die versuchen über Marokko den europäischen Kontinent zu erreichen. Mehrfach gab es Massenfluchten von großen Menschengruppen, die zu kritischen Situationen führten. Was Ende Juli dieses Jahres passierte, stellte aber alle bisherigen Szenarien in den Schatten. Über 70.000 Migranten erreichten schwimmend die Exklave und verdoppelten die Zahl Ceutas von etwas über 80.000 Einwohner beinahe. Innerhalb weniger Tage wurde der Großteil nach Marokko zurückgeführt, zwischen 2.000 und 3.000 Migranten blieben aber und sind auch bis heute in Ceuta. Auf dem Weg zum Stadion kam ich zum einzigen Mal mit dieser jüngsten Flüchtlingsproblematik in Berührung. Auf dem Hof der Polizeidirektion waren eine größere Gruppe von Migranten offenbar freiwillig versammelt, denn weitere Personen versuchten das Gelände zu erreichen. Die Polizei war mit mehreren Mannschaftswagen zugegen, die Beamten beobachteten die Situation aber nur. Die Lage wirkte zwar etwas angespannt, aber weit entfernt davon, außer Kontrolle zu geraten. Also prinzipiell war die Situation nicht großartig anders als in der Essener Nordstadt, nur dass dort die Polizei nicht so präsent ist.
Es war Zeit das ‚Estadio Alfonso Murube‘ anzusteuern. Die Lichtmasten des Stadions sind weithin sichtbar, liegt es doch auf einem höheren Punkt der Stadt. Eine recht niedrige Haupttribüne wird flankiert von zwei diese überragenden Hintertor-Tribünen. Die Gegengerade hat nur wenige Reihen, es herrscht Platzmangel aufgrund der Wohnbebauung. Um den neuen Ansprüchen gerecht zu werden hat man über der Gegengeraden eine abenteuerlich erscheinende Konstruktion von sogenannten ‚Palcos‘ errichten, das sind in diesem Falle verglaste VIP-Container. Schön ist anders, aber die Architektur ist den räumlichen Gegebenheiten geschuldet. Agrupacion Deportivo Ceuta Futbol Club lautet der vollständige Name des Vereins der vor eineinhalb Dekaden durch Zusammenschluss der AD Ceuta und Atletico Ceuta entstand. Der Verein legte in den letzten Jahren einen steilen Aufstieg hin. Vor fünf Jahren noch fünftklassig, rauschte durch Liga vier und stieg schließlich im letzten Jahr in die zweite Liga auf. Die Aufstiegssaison wurde dann mit einem soliden Mittelfeldplatz abgeschlossen, in der aktuellen Spielzeit scheinen die Früchte höher zu hängen, der Verein rangiert aktuell auf dem vorletzten Platz und kommt nicht recht in Schwung. Drei Dutzend von einem Capo dirigierte Anhänger sammelten sich im Fanblock hinter einem ‚Kaballas‘-Banner. Das Wort ‚Caballa‘ heißt übersetzt Makrele und dieses ist der Spitzname für die Einwohner Ceutas. Aus Oviedo ganz oben im Norden Spaniens hatten nicht ganz 30 Leute hergefunden. Das war für die Gäste schon ein Ritt, um das heutige Ziel zu erreichen, aber ja irgendwie auch eine reizvolle Auswärtsfahrt.
Dass es die AD Ceuta in dieser Saison schwer haben wird, zeigte sich auch auf dem Platz, denn Torgefahr kam selten auf. Die Gäste aus Asturien hatten über weite Teile des Spiels die Kontrolle inne und spielten geduldig auf. Dem ersten Treffer in Hälfte eins folgte nach einer Stunde Spielzeit der zweite. Die Gastgeber kamen dann auch zu Möglichkeiten, agierten aber zu umständlich. Der Anschlusstreffer einige Minuten vor dem Ende kam zu spät. Nach Spielschluss strebte ich zügigen Schrittes dem Hafen entgegen. Das Wetter hatte sich inzwischen komplett gewandelt. Mit Spielbeginn hatte es endgültig aufgehört zu regnen, inzwischen strahlte der Lorenz vom blauen Himmel herunter und ich verließ die Exklave bei strahlendem Sonnenschein. Von Algeciras ging es mit dem Bus weiter nach Sevilla und von dort am nächsten Morgen mit dem ‚Rainer‘ nach Köln. Dass ich von dort ins Herz des Ruhrgebiets mehr Zeit benötigte, als der Flug dauerte, beleuchtete den Zustand des öffentlichen Personenverkehrs in unserem Land ziemlich gut. Bedingt durch einen Geisterzug – ein RE1, der am Bahnsteig und in der Bahn-App als pünktlich angezeigt wurde, tauchte nie auf – und Verspätungen auf anderen Linien, verschimmelte ich allein am Knotenpunkt in Deutz eine satte Stunde. Da im Ruhrpott wichtige Bahnstrecken aktuell gesperrt sind, rettete mich letztlich meine Schwester, die mich in Duisburg einsammelte. So war der Weg von Köln ins Headquarter der aufwändigste Teil der Heimreise.
Estadio Nuevo Mirador, 2.900 Zuschauer, Primera Fedración Grupo 2
Nach einer wunderbaren Woche mit meinen Jungs auf einer Finca in der Nähe von Malaga, verabschiedeten sich diese am Samstag-Morgen gen Heimat, während mein Weg noch weiter in den Süden nach Algeciras führte. Die Stadt hat zwar einen kleinen hübschen Stadtkern, präsentiert sich aber sonst als graue Hafenstadt mit großem Container-Terminal. Am Abend machte ich mich auf in Richtung des nördlichen Stadtrandes, dort befindet sich am Rande eines Gewerbegebietes das ‚Estadio Nuevo Mirador‘. Es ist in seiner Bauweise irgendwie typisch spanisch, verfügt über eine gedeckte Haupt- und eine unüberdachte Gegentribüne, sowie zwei ungedeckte Hintertor-Tribünen mit flachem Radius. Diesen Stadiontyp findet man in Spanien des Öfteren vor. In der dritten Liga war Hercules Alicante zu Gast, ein Verein, der schon deutlich bessere Zeiten erlebt hat und nach brutalem Absturz in den letzten Jahren versucht, in der Ligen-Pyramide wieder nach oben zu krabbeln. Von etwa 60 Fans begleitet, welche die 600 Kilometer Entfernung auf sich genommen hatten, kam der Verein diesem Unterfangen heute nicht näher. Die erste Halbzeit plätscherte noch so vor sich hin. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Beregnungsanlage machte sich plötzlich selbstständig. Im zweiten Durchgang bogen die leicht überlegen spielenden Gastgeber dann auf die Siegerstraße ein. Sehr zur Freude der in überschaubarer Zahl hinter dem Tor agierenden, aktiven Anhänger, die ihr Team aber ohne Unterlass unterstützten, soweit ich das unter dem Einfluss der intensiven Tetrahydrocannabinol-Schwaden um mich herum beurteilen konnte.
Auch wenn das Duell mit den Gummi-Adlern natürlich kein Derby ist, liegt seit jeher eine gewisse Brisanz in diesen Spielen. Die Preußen sortiere ich direkt hinter den echten Erzrivalen aus dem direkten Rhein-Ruhr-Umfeld ein. Oder anders ausgedrückt – man mag sich absolut nicht. Die Gastgeber waren nicht ganz so gut in die Saison gestartet wie erhofft und vor allem nicht, wie vom westfälischen Umfeld erwartet, denn durch den steilen Aufstieg in der jüngeren Zeit ist die Erwartungshaltung in Münster ordentlich gewachsen. Auch die Art und Weise wie die eher durchschnittliche Punktzahl erreicht worden war, schmeckte dem Großteil der Preußen-Fans nicht. So war die Stimmung dort etwas angespannt und ein latenter Druck auf der Mannschaft nicht von der Hand zu weisen, was für den glorreichen RWE in der Theorie von Vorteil hätte sein sollen. Nachdem sich der Pyro-Nebel auf der Baustelle Preußen-Stadion verzogen hatte, den beide Seiten reichlich produzierten, die rot-weisse Ultra-Szene exzessiver als die Anhänger der Adler-Träger, durfte ich erkennen, dass die Roten die Kontrolle übernahmen. Eine von Marvin Obuz kläglich vergebene Abschlussmöglichkeit nahmen die Gastgeber dann nach zehn Spielminuten nicht nur zum Anlass aktiv am Geschehen teilzunehmen, sondern die Spielgestaltung direkt ganz an sich zu reißen. Von Verunsicherung nix mehr zu sehen, stattdessen trugen die Preußen einen mustergültigen Angriff vor, der mit einem absoluten Traumtor abgeschlossen wurde. Auch danach spielten nur die Hausherren, vom RWE war nichts mehr zu sehen.
Einige Minuten vor dem Seitenwechsel bekam die rot-weisse Abwehr einen langen Einwurf nicht geklärt, der Ball flog erneut in den Strafraum und Alonso war es vorbehalten, die Führung der Gastgeber mit einem unglücklichen Eigentor zu verdoppeln. Damit hingen die Trauben im zweiten Durchgang natürlich hoch. Warum dennoch mit unverändertem System und Personal in diesen gestartet wurde, war nicht nur mir ein Rätsel. Worauf hofft ein Trainer in so einer Situation eigentlich, auf ein Wunder? Denn die Westfalen machten weiter, wo sie aufgehört hatten, die Roten vermittelten nicht eine Sekunde lang, eine Wende herbeiführen zu können. Und doch kam diese. Witzigerweise in dem Moment, als endlich zwei rot-weisse Akteure zur Einwechslung bereitstanden, erkämpfte sich Celebi den Ball, flankte butterweich in den Sechzehner und Janssen köpfte die Kirsche nach exakt einer Stunde Spielzeit wuchtig zum Anschluss in die Preußen-Maschen. Danach passierte eine Viertelstunde lang wenig, auch wenn der glorreiche RWE nun überlegen agierte. Doch dann eröffneten sich den Münsteranern direkt nacheinander zwei Konterchancen, die von Golz beide stark entschärft wurden. Im Eins-gegen-Eins ist der Mann einfach eine Maschine! Kurz darauf flog nach einem abgewehrten rot-weissen Eckball eine zweite Flanke in den Preußen-Strafraum, die den Kopf von Alonso fand, der seinen Fauxpas nun wettmachte und auf Remis stellte. Ein schon verloren geglaubtes Spiel war nun wieder völlig offen.
Doch der Wahnsinn ging noch weiter, denn nur zwei Minuten später zeigte sich der Schlussmann der Gastgeber unsortiert, kam bei einem langen Ball zu spät und faustete anstelle des Spielgerätes Janssens Rübe weg. Das wurde ergo mit einem Strafstoß für den RWE belohnt, den Telalovic vor dem Gästeblock zur Führung verwandelte und diesen im Freudentaumel versinken ließ. Auf diesen Wahnsinn folgte allerdings noch mehr Wahnsinn. Zunächst war Koschinat wahnsinnig genug, den defensiven Reisig für Janssen einzuwechseln. Was sollte das? Der Mannschaft damit das Zeichen zu geben, in einem Spiel, in dem Polen gerade offen war, nun ordentlich Beton anzurühren, erschien wenig sinnhaft. Zudem konnte sich nun auch die Preußen-Defensive in die wütenden Angriffe einschalten, denn hinten gab es ja nichts mehr zu tun. Ich bin absolut kein Uwe-Gegner, aber mit seiner Wechsel-Philosophie werde ich nicht warm. Nun wurde es also wieder ungemütlich vor dem Essener Tor und bei einem langen Einwurf war die Zuordnung wahnsinnig mies, so dass ein Münsteraner Stürmer gar nicht mehr anders konnte, als die Murmel mit seiner Murmel zum Ausgleich zu versenken. Nun ging es noch ein bisschen hin und her, das Ergebnis zeigte sich nun jedoch haltbar. So stand abschließend die Wahnsinns-Frage im Raum, ob man sich nun über den gewonnenen Punkt freuen oder über die beiden verlorenen ärgern sollte. Die Antwort lautete eindeutig „Ja!“.
Stadion Hexenkessel, 50 Zuschauer, Kreisliga A Rhein/Erft
Der Sportplatz von Rot-Weiß Berrendorf ist zwar nicht unansehnlich, hebt sich aber auch nicht sonderlich von anderen Amateur-Sportanlagen ab. Besonders ist aber die Lage, denn das Spielfeld liegt nicht einmal eine ganze Platzlänge von der Abbruchkante des Braunkohle-Tagebau Hambach entfernt, der größten Braunkohle-Grube auf dem europäischen Kontinent. Das ist von der Anlage aus visuell allerdings nicht wahrnehmbar, jedoch befindet sich in unmittelbarer Nähe der Aussichtspunkt ‚Terra Nova‘ der einen interessanten Einblick in dieses riesige Loch gewährt, dessen Sohle der tiefste Punkt von Nordrhein-Westfalen ist. Nach dem geplanten Ausstieg aus dem Braunkohle-Abbau im Jahr 2030 soll die Grube mit Rheinwasser durch eine eigens installierte, knapp 50 Kilometer lange Pipeline zu einem künstlichen See befüllt werden, der dann vom Inhaltsvolumen der zweitgrößte in Deutschlands nach dem Bodensee sein wird. Kurz hatte ich noch überlegt, mich im benachbarten Hambacher Forst an einen Baum zu ketten, als mir gerade noch rechtzeitig einfiel, dass dieser ja vor ein paar Monaten schon unter Schutz gestellt wurde und Rodungspläne damit vom Tisch sind. Die Berrendorfer Rot-Weißen waren dem Tabellenzweiten in allen Belangen unterlegen, was sich im Endresultat auch deutlich wiederspiegelte.
Stadion Grabri, 100 Zuschauer, 1. zupanijska nogometna liga Istarska
Am Vormittag fuhr ich mit dem Bus nach Pula. Die Strecke führte einen Großteil an der Ostküste Istriens entlang, ein schöner Flecken. In Pula hatte ich Zeit für einen ausgiebigen Rundgang durch das Stadtzentrum. Ihre römische Vergangenheit kann die Stadt nicht verbergen, aber es gibt auch eine große Festung, die unter venezianischer Herrschaft in der Neuzeit errichtet wurde.
Am Nachmittag fuhr ich dann mal Richtung Flughafen, denn der Spielplan gönnte mir noch ein Spiel auf siebtklassiger Ebene keine drei Kilometer vom Airport entfernt. Öffentlicher Nahverkehr findet sonntags außerhalb von Pula in dieser Region nicht statt, es gibt nicht einmal eine Verbindung zum Flughafen. So musste Uber aushelfen, um mich halbwegs günstig in die Peripherie zu bringen. Auf der kleinen Anlage wurde dann fröhlich um Punkte gebolzt, welche die Gastgeber mit der letzten Aktion des Spiels auf der Habenseite verbuchen konnten. Der kleine Ort scheint seinen Verein zu leben, denn ständig kam und ging wer und nutzte den Bierausschank. Der Billig-Ire brachte mich am Abend dann unspektakulär wieder in heimische Breiten.