Sa., 12.03.2021, 14:00

FC Bayern Alzenau vs SV 07 Elversberg 0:3

Stadion im Sportzentrum am Prischoss, 250 Zuschauer, Regionalliga Südwest
Mit den RWE-Gesellen Krösus und Marco steuerte ich das unterfränkische Alzenau an. Obwohl Alzenau, unmittelbar an der Grenze zu Hessen liegend, dem Freistaat Bayern angehört, nimmt der FC Bayern des Nordens am Spielbetrieb der Regionalliga Südwest teil. Beziehungsweise nahm, denn der Abstieg war auch schon vor diesem letzten Saisonspiel gegen die Saarländer besiegelt. Allerdings wird der Club auf Oberliga-Ebene der Hessenliga zugeteilt werden. Keine Ahnung, warum das so ist. Die Gäste aus Elversberg wurden der Favoritenrolle erwartungsgemäß gerecht und siegten begleitet von etwa zwei Dutzend Anhängern standesgemäß und verdient. 250 Zuschauer waren zugelassen un das Spiel war natürlich fürchterlich mit Angehörigen der Bewegung überladen, aber wie heißt es dann immer so schön – man ist ja selber Teil davon. Bayern Alzenau verfügt über zwei unmittelbar nebeneinander liegende Spielstätten. Das kleine reine Fußballstadion ist sicherlich die schönere der beiden Anlagen und reicht für den Anspruch des Vereins mehr als aus.

So., 06.06.2021, 12:40

OKS Odra Opole vs GKS Tychy 1:5

Stadion Miejski w Opole, 980 Zuschauer, I liga
Eigentlich hatten wir reichlich Zeit und genau dieses sichere Gefühl hatte zur Folge, dass es am Ende knapper wurde, als nötig. Etwa 20 Minuten vor Spielbeginn standen wir vor dem Stadion, um dann feststellen zu dürfen, dass der Ticketverkauf nur online stattgefunden hatte. Corona-Vorsichtsmaßnahmen! Kontaktreduzierung! In Polen! Als wir noch rätselten, wie wir reinkommen, ging plötzlich ein Tor auf und da die kleine Ordnerin, die das Tor geöffnet hatte, völlig neben der Spur war, konnten wir unbehelligt einmarschieren… ähm sorry… rein marschieren… kleiner Scherz. Man muss auch mal Glück haben. Auf dem engen Platz hinter der Haupttribüne wurden dann munter ohne Abstand und Masken Getränke und Kielbasa verkauft. Soviel zu den Vorsichtsmaßnahmen. Nicht ganz 1.000 Zuschauer hatten sich eingefunden. Odra hatte noch eine kleine Chance auf einen Platz in der Aufstiegsrelegation. Die Gäste aus Tychy schmiedeten das heißere Eisen und waren fett im Geschäft um einen direkten Aufstiegsplatz. Eine Busladung Gäste-Kibice durfte auch anreisen und sich dann einfach im Heimbereich mit Getränken eindecken, um dann den Weg an das andere Ende der Tribüne anzutreten. Der Sektor Goscie blieb verschlossen. Auch wenn es keine Feindschaft zwischen Odra und Tychy gibt, so gibt es eben auch keine Freundschaft. Dennoch ließ die Odra-Szene dies alles ohne Widerstand gestehen. Das ist doch nicht Polen. Also man muss sich mal eine vergleichbare Situation in Deutschland vorstellen. Wenn z.B. in Kaiserslautern eine Busladung Regensburger durch den Heimbereich zu ihrem Platz latschen würde, gäb es auch ohne große Rivalität ordentlich Senge und das ohne Wenn und Aber. Der Odra-Capo konnte knapp 100 Leute um sich versammeln. Mehr als den zwischenzeitlichen Ausgleich konnten diese aber nicht herbeisupporten. Zu stark zeigten sich die Gäste, die am Ende aber zu hoch gewannen. Das Stadion wurde in den 30er Jahren für 25.000 Zuschauer erbaut. Wie die Haupttribüne sollte auch die Gegenseite mit einer neuen Tribüne versehen werden. Mittlerweile hat die Stadt aber beschlossen, komplett neu zu bauen. 2024 soll das neue Stadion fertig sein, aber man muss kein Prophet sein, um das für unwahrscheinlich zu halten.

Sa., 05.06.2021, 17:00

KS ROW 1964 Rybnik vs Zaglebie Lubin II 0:4

Stadion MOSiR Rybnik, 300 Zuschauer, III liga grupa III
Es galt nun keine Zeit zu verlieren. Eine gute Stunde Fahrt war es nach Rybnik, wo wir schnell im Hotel eincheckten und dann zum Stadion liefen. Der Wunsch, unerlaubter Weise ein, zwei Bierchen im Stadion schlürfen zu können, gipfelte in der skurrilen Entscheidung Bier in leere Apfelsaft-Flaschen umzufüllen, um den Ordnungsdienst in die Irre zu führen. Wo der Durst ist, gibt es immer einen Weg. Die guten Zeiten von ROW Rybnik sind lange vorbei. In den 70ern spielte der Verein erstklassig und nahm sogar drei Mal am Intertoto-Cup teil. Eine etwas tragikomische Anekdote ist, dass die zweite Mannschaft des Vereins 1975 das Pokalfinale erreichte. Statt dem Underdog den sich selbst erarbeiteten Erfolg zu gönnen, entschied die Vereinsführung, die Erste im Finale antreten zu lassen – welche das Spiel natürlich prompt verlor! Mit dem Verein ging es nach den Jahren in der Ekstraklasa stetig bergab, bis er aufgrund Zahlungsunfähigkeit abgewickelt wurde. Erst seit 2015 gibt es ROW wieder. Der Verein Energetyk Rybnik wurde umbenannt und das neue ROW beruft sich (etwas unverständlich) auf die Historie des alten Vereins. Heute ging es mal wieder um alles, denn das Abstiegsgespenst hatte ROW ordentlich zugesetzt. Ein Sieg musste her, aber die Spieler brachten wenig Glanzvolles auf den Rasen und verloren sang- und klanglos 0:4, womit der Abgang in die fünfte Liga besiegelt war. Die etwa 60 Mann im Fanblock, die zwar geflaggt und die Trommel in Position gebracht hatten, aber nicht eine Sekunde supporteten, nahmen ihr Schicksal regungslos hin. Das weitläufige Stadion, dem eine Kurve fehlt, daher ein ‚U‘ bildet, war nur spärlich gefüllt. Anders siehts das aus, wenn die Speedway-Combo von ROW – nicht verwandt oder verschwägert mit dem Fußball-ROW – hier auf erstklassiger Ebene die Sandbahn umgräbt. Von der höchsten Liga trennen die Fußballer nun einmal mehr Welten.

Bedzin – Sa., 05.06.2021, 13:00

BKS Samrcjka Bedzin vs GKS Szombierki Bytom 2:1

Stadion OSiR w Bedzinie, 160 Zuschauer, IV liga slaska I
Und so war dann die Reisegruppe um viertel nach zehn wieder vereint. Die beiden Kölner sammelten mich planmäßig am Autobahnzubringer ein, wo ich mich per Taxi hinbegeben hatte. Etwas mehr als zwei Stunden später kamen wir in Bedzin an, etwas nordöstlich von Katowice gelegen. Nicht unerwartet trafen wir dort auf weitere bekannte wie auch unbekannte Gesichter der Bewegung. Kein Wunder, Spiele um die Mittagszeit gab es nicht viele und diese Ground-Perle zog die Leute magisch an, obwohl ihr die Gegenseite amputiert wurde. Anstatt einer betagten und von den Jahrzehnten gezeichneten Tribüne steht dort nun eine Halle, die welchem Zweck auch immer dient. Aber auch so lässt dieses Stadion die Herzen höherschlagen. Absoluter Hingucker ist der alte Sprecher-Turm, ein Relikt aus einer vergangenen Fußball-Epoche. Dabei hat das Stadion gerade einmal etwas mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, wirkt aber doppelt so alt, zumal die Natur an einigen Stellen begonnen hat, sich verlorenes Terrain zurückzuholen. Kleiner Fun-Fact am Rande – zur Eröffnung des Stadions trat der SV Werder gegen Polonia Bytom an. Samarcja schaffte es im letzten Jahrhundert nie höher als einige Jahre auf drittklassiges Niveau. Dass dieser Kawenzmann von Stadion seinerzeit errichtet wurde, ist nicht dem Fußball geschuldet, sondern der multiplen Nutzung, welche das weite Rund erfahren sollte. Aktuell spielt Samarcja fünftklassig und wird diese Liga aller Voraussicht nach am Ende dieser Saison verlassen. Allerdings nach unten. Mit einem Sieg gegen Szombierki wurde der Funke Hoffnung aber noch am Leben gehalten. Den Sieg im letzten Heimspiel der Saison feierten die wenigen Kibice mit ein wenig Pyro.

Kielce – Fr., 04.06.2021, 20:00

Korona Kielce vs RTS Widzew Lodz 1:1

Stadion Miejski, 3.114 Zuschauer, I liga
Heute trennten sich die Wege. Während die Kölner Krawallbrüder einen viertklassigen Kick in Warszawa in Angriff nahmen, zog ich es vor, vom dortigen Westbahnhof mit der Staatsbahn nach Kielce zu eibeln, welches in Polen ja eher für hochklassigen Handballsport steht. Dennoch war in Kielce natürlich deutlich mehr Action zu erwarten, aber der gute Franky hatte den Ground halt schon. Überragend schnell ging das nun trotz IC-Direktverbindung nicht. Dank zweier Fahrtrichtungsänderungen standen am Ende für 240 Streckenkilometer über drei Stunden zu Buche. Schnell im Grand Hotel – man muss sich auch gönnen können – gegenüber dem Bahnhof eingecheckt und per Pedes die zwei Kilometer zum Stadion abgespult. 25% der Stadionkapazität dürfen die Vereine nutzen. In Kielce bedeutet das ein Fassungsvermögen von nicht mal 3.900 Zuschauern. Zwar waren bei den ersten beiden Spielen nach dem Lockdown nur knapp über 2.000 Leute gekommen, aber man weiß ja nie. Also erst einmal um die Ticketbeschaffung gekümmert, was natürlich mal wieder genug Zeit in Anspruch nahm. Ich frage mich echt, was da in den Ticketbuden passiert, nachdem man seinen Ausweis hingeblättert hat. Lernen die alles auswendig? Gerade mal vier Personen waren vor mir und erst nach mehr als einer Viertelstunde hatte ich dann endlich ein Ticket in der Hand. Die Zeit bis zum Spiel verbrachte ich in einem Biergarten und nachdem ich wieder am Stadion eintraf, gab mir der frühe Ticketkauf recht, denn an den Kassen standen so viele Leute an, dass die letzten wohl frühestens den Anpfiff zu Hälfte zwei erlebt haben dürften. Mehr als 3.300 Zuschauer hatten sich eingefunden und verpassten dem letzten Heimspiel der Saison damit die größtmögliche Würde. Auch aus Lodz hatten 70 Leute hergefunden und fanden unter mir unbekannten Umständen trotz Gästeverbot Zutritt. Das Stadion kann man schlicht unter der Überschrift Massenware abhandeln, dennoch gefällt mir bei dieser Bauart diese Version mit zwei Rängen noch am besten. Das Spiel haute jetzt nicht vom Hocker, aber es war eine Wohltat mal wieder unter halbwegs normalen Bedingungen ein Spiel zu sehen. Der mit 350 bis 400 Kibice gefüllte Heimblock gab ordentlich Gas und der Gästeblock zog blank und meldete sich auch regelmäßig zu Wort. Der Elfer zur Pausenführung für Korona war zumindest zweifelhaft, störte aber natürlich den rot-gelben Heimblock wenig. Mitte der zweiten Hälfte startete der Korona-Anhang noch eine schöne Oprawa mit einer Blockfahne und gut zwanzig Fackeln. Bengalos bei Flutlichtspielen haben ja schon immer eine geniale Wirkung. Die Elf der Gastgeber versäumte es, danach den Sack zuzumachen, was Widzew kurz vor dem Ende zum Punktgewinn nutzte. Am Ende egal, ging für beide um nix mehr. Ich verließ die Bude jedenfalls zufrieden. Als ich dann im bereits bekannten Biergarten vor einem Schaschlik saß, erreichte mich eine Nachricht und wenig später hatte ich mich auf dem zentralen Rynek einer Aachen-Dortmunder Suffgruppe angeschlossen. Lange ging es aber nicht mehr, was gut so war, denn am nächsten Morgen sollte der Wecker halbwegs zeitig klingeln.

Jarocin – Do., 03.06.2021, 17:00

JKS Jarota Jarocin vs MKS Mieszko Gniezno 7:0

Stadion Miejski w Jarocinie, 120 Zuschauer, III liga grupa II
Noch bevor ich das Kölner Dreigestirn unverabredet in Varna traf, hatte ich mit diesen vereinbart, Fronleichnam für ein langes Polen-Wochenende zu nutzen. Martin musste letztlich passen. Am hochheiligen Fronleichnams-Tag zur äußerst unchristlichen Uhrzeit um sechs Uhr war Treffpunkt irgendwo an einem Autobahnzubringer in der nördlichen Hagener Peripherie. Franky war der Fahrer und spulte die 800 Kilometer trotz zweier Staus unbeeindruckt in neun Stunden ohne Gezeter ab. Viertliga-Gerümpel vor überschaubarer Kulisse war dort angesagt. Aus dem Hotelzimmer schauten wir direkt ins kleine Stadion und für einen ersten Halben des goldblonden Erfrischungsgetränks reichte es auch noch. Vom Spiel war nicht viel zu erwarten. Jarota brauchte freilich noch dringend Punkte gegen den Abstieg, während die Gäste hoffnungslos mit mageren vier Pünktchen und noch sieglos das Tabellenende zierten. Daran änderte sich heute nichts. Ohne spielerischen Glanz zu versprühen, wurde diese Partie überaus deutlich durch die Gastgeber entschieden. Auf der Haupttribüne des Stadions sammelten sich zwei Dutzend Kibole zur Unterstützung ihres Teams und rissen während des zweiten Durchgangs auch noch vier Fackeln an, die natürlich bei gleißendem Sonnenlicht nicht sonderlich zur Geltung kamen. Aber vier Fackeln am hellichten Tage wirken immer noch besser als gar keine Fackel! Die Gastmannschaft wurde von zwei älteren Herren begleitet, für die sogar der Gästekäfig aufgeschlossen wurde. Dass dieses völliger Schwachsinn war, wurde der Ochrona in der Halbzeit dann auch endlich mal klar und das Rentner-Duo dürfte ganz normal auf der Gegentribüne Platz nehmen. Nach dem Spiel gestaltete sich die Suche nach einem Biergarten mehr als schwierig so, dass der Abend schließlich im Außenbereich einer Grillbude seinen Lauf nahm. Auch schön.

Balchik – So., 30.05.2021, 17:00

FK Chernomorets Balchik vs FK Svetkavica Targovishte 2:0

Gradski Stadion, 165 Zuschauer, Treta liga severoiztochna
Kurz vor dem Ende dieses entspannten Urlaubs wurde noch ein besonderes Stadion angesteuert. Die Spielstätte des FK Chernomorets Balchik beeindruckt mit steilen Rängen und einer noch beeindruckenderen Felskulisse. Auch der Blick auf das Schwarze Meer ist möglich. Da kann man auch über die weniger schöne Halle an einer Kopfseite hinwegsehen. Die Tribünen sind gefühlt steiler als die Eiger Nordwand, da geraten konditionell bescheiden aufgestellte Menschen wie ich schon leicht aus der Puste, wenn sie mal von der untersten zu obersten Stufe ohne Pause hochsteigen. Sportlich war die Messe auch in diesem Duell bereits gelesen. Nachdem Chernomorets lange um den Aufstieg mitgespielt hat, mussten alle Hoffnungen nach einer Heimniederlage gegen den designierten Aufsteiger Spartak Varna vor zwei Wochen begraben werden. So war es heute nur noch ein Schaulaufen, das aber gar nicht so schlecht anzusehen war. Mit einem verdienten Heimsieg verabschiedete sich die Heimmannschaft von ihren Anhängern. Chernomorets ist eine Art ewiger Drittligist. Lediglich zwei Male konnte der Aufstieg in die zweite Liga erreicht werden. Das erste Mal in den 70ern endete mit dem sofortigen Wiederabstieg. Der zweite Ausflug in höhere Gefilde war etwas erfolgreicher. Vier Jahre konnte sich das Team in Liga Zwei halten ehe – man ahnt es schon – finanzielle Gründe den Abstieg herbeiführten. Fünf Jahre später war der Club erneut zum Aufstieg berechtigt, verzichtete aber aufgrund des fehlenden finanziellen Fundaments. Eine ungewöhnliche Weitsicht für einen bulgarischen Verein.

Kardzhali – Mi., 26.05.2021, 20:00

PFK Arda Kardzhali 1924 vs PFK Lokomotiv Plovdiv 3:3

Arena Arda, 1.600 Zuschauer, Parva Liga parva grupa
Aufgrund von Corona-fällen bei einer teilnehmenden Mannschaft wurde ein kompletter Spieltag in der Meisterrunde verschoben. Das kam mir zu Gute, denn es ermöglichte einen weiteren Spielbesuch. Dafür müssten wir Kardzhali im Süden des Landes, in den östlichen Ausläufern der Rhodopen gelegen, ansteuern. Das ist eine ganz schöne Ecke dort, wie ja Bulgarien allgemein recht aufregende Landschaften zu bieten hat. Ein starker türkischer Einschlag ist in dieser Gegend nicht zu übersehen, was nicht nur an den Minaretten zu erkennen ist, die sich an vielen Stellen in den Himmel recken. Auch der FC Arda hat die übliche Pleite hinter sich. Interessanter Weise spielte der Club bis dahin kaum eine Rolle im bulgarischen Fußball. Nach der Neugründung 2015 und dem Start in der vierten Liga, wurde aber befeuert von Sponsorengeldern in Windeseile der Weg in die erste Liga angetreten. Sportlich war auch diese Partie nicht mehr von Bedeutung. Die Gastgeber hatten sich bereits für das Final-Duell um einen Startplatz in der Conference League gegen Cerno More Varna qualifiziert und Loko hatte die Vize-meisterschaft sicher. Das hinderte den Gäste-Anhang um die Lauta Army aber nicht daran, zahlreich hier aufzudribbeln. Gut 700 Leute werden es am Ende gewesen sein, die sich die Überreichung einer sinnlosen Trophäe nach dem Schlusspfiff nicht entgehen lassen wollten. Um die Fanszene des FC Arda ist es dagegen nicht so gut bestellt. Bei den Stadiongängern handelt es sich um ein Feierabendpublikum. Lediglich eine Handvoll wenig ernst zu nehmender Leute fanden sich auf der Gegenseite des 08/15-Mehrzweckstadions, das ungeachtet seiner Ausstrahlung protzig Arda-Arena benannt ist, mit ein paar Fahnen und einer Trommel ein, um die Utensilien dann nicht zu benutzen. Da ging es im Gäste-Sektor schon lebhafter zu. Dauersupport mit hoher Mitmachquote und eine schöne Pyro-Aktion gab es zu hören und sehen. Auch auf dem Platz wurde dem interessierten Fußball-Touristen etwas geboten. Sechs Tore gab es zu sehen und dabei schaffte es Loko aus einem 1:3-Zwischenstand noch ein Remis herauszuklopfen. Während es für Kardzhali noch ein weiter Weg bis zur Fußballstadt ist, bat die Loko-Kurve ihr Team nach einer starken Saison zum Gruppenbild.