
FC Viktoria 1911 Gruhlwerk vs SC Brühl 06/45 2:1
Sportplatz Brühl-Heide, 450 Zuschauer, Kreisliga A Rhein/Erft
Ein Spiel hatte der Fußball-Tag noch zu bieten. Ich weiß gar nicht, wann ich in Deutschland zuletzt mal drei Spiele an einem Tag gesehen habe. In Brühl bei Köln, vorrangig bekannt durch den Freizeitpark ‚Phantasialand‘ wurde um Kreisliga-Punkte gekämpft. Nicht klar war uns vorher, dass sich dabei um ein Lokal-Derby handelte, sodass sich eine recht ordentliche Zuschauerkulisse bildete. Befeuert wurde der Reiz der Partie dadurch, dass sich beide Clubs in den vergangenen Jahrzehnten lediglich ein einziges Mal im Pokal über den Weg liefen. Während die Viktoria nämlich so eine Art ewiger B-Ligist ist, oder war, denn im Sommer gelang der Aufstieg, ist der SC Brühl eher an höhere Ligen gewöhnt, spielte lange Jahre in Ober- und Landesliga eher vor ein paar Spielzeiten der Niedergang bis in die A-Liga einsetzte, aus der sich der Verein nochmal für eine Saison befreien konnte, aber im Sommer wieder den Gang hinab auf Kreisebene antreten musste. Daher traten die Gäste favorisiert an, wurden dieser Rolle aber selten gerecht. Spätestens im Nieselregen des zweiten Durchgangs hatten sie dem Kampfeswillen der Gastgeber nicht mehr viel entgegenzusetzen, was die Viktoria getreu ihres Vereinsnamens in der Schlussminute zum Sieg nutzte. Der zweite Teil des Vereinsnamens bezieht sich auf eine frühere Kohlefabrik, welche die vor Ort gewonnene Braunkohle in Briketts formte. Deren Mitarbeiter gründeten diesen Verein, um ihre Fußballleidenschaft im geregelten Spielbetrieb ausleben zu können.







