Samstag, 24.11.2018, 19:00

serbien

FK Radnicki Niš vs FK Crvena Zvezda 2:2

Gradski Stadion Cair, 7.500 Zuschauer, Superliga

181124nis-zvezda

Nach dem Besuch des örtlichen Spomenik, einer monumentalen Kriegs-Gedenkstätte, kamen wir zum Main Act der Tour. Der FK Radnicki aus Nis spielt die Saison seines Lebens und als Tabellenzweiter empfing der südserbische Club den Branchenführer des Landes. Die Roten Sterne wurden erwartungsgemäß von einer großen Zahl Anhänger unterstützt, gut 2.000 werden es schon gewesen sein, aber trotz des wichtigen Spiels war die Kurve nicht in voller Mannstärke angetreten. Denn beinahe zeitgleich ging das Basketball-Derby zwischen Zvezda und Partizan in der Hauptstadt über die Bühne – auf was man bei der Planung nicht alles achten muss! Gefallen hat der Auftritt dennoch. Durchgängige Gesänge, Fahneneinsatz und auch pyro-technische Erzeugnisse kamen nicht zu kurz. Supportet wurde auch auf Heimseite, aber Radnicki kann natürlich nicht auf eine so große Zahl an Fans vertrauen wie der Liga-Primus. Dazu teilten sich diese noch in zwei Gruppen, eine kleinere von gut 40 Leuten und eine größere in doppelter Anzahl. Immer wieder bescheuert sowas, da man gemeinsam viel stimmgewaltiger wäre. Ein paar Fackeln hatten die Jungs aber auch dabei. Insgesamt war die Show auf den Rängen okay, nur hätte der Kick mehr Zuschauer verdient gehabt. Wann, wenn nicht gegen den größten Club das Landes und dazu noch mit dieser hervorragenden Ausgangslage, will man das Stadion denn mal voll bekommen?! Das dazu noch ein ganz wundervolles mit eigenem Charme ist. Mit einer vor sich hin bröckelnden, betagten Haupttribüne und einer hohen, zweirangigen Gegentribüne. Aber auch von der etwas mageren Kulisse – die natürlich trotzdem deutlich zahlreicher war, als im Liga-Alltag – ließ sich die Heim-Elf den Spaß und die Motivation nicht nehmen und brachte die Sterne mit einer engagierten Leistung an den Rand der Niederlage. Nach dem Spiel nahm ich mit den beiden Fans der Braunschweiger Eintracht noch eine Pljeskavica auf die Faust und dann trennten sich die Wee, da die zwei ihre Reise gen Skopje fortsetzten und ich mich zurück nach Sofia trollte. An der Grenz war gegen Mitternacht natürlich nix los und so erreichte ich zügig die bulgarische Hauptstadt und fiel müde ins Bett.