Banska Bystrica – Sa., 12.09.2026, 18:00

FK Dukla Banska Bystrica vs MFK Skalica 3:2

Stadion SNP Stiavnicky, 1.514 Zuschauer, 1.Liga
Der Vormittag des folgenden Tages wurde für einen erneuten Gang durch die Altstadt genutzt. Kosice kann sich schon sehen lassen. Danach wurde der Besuch von ‚Spissky Hrad‘ nachgeholt. Das ist eine große, dominant auf einem Hügel liegende, teilweise rekonstruierte Burgruine. Das gesamte Burggelände ist einer der größten Ruinenkomplexe Mitteleuropas. Leider verschandelt aktuell ein Baukran den Anblick. Aber wahrscheinlich bricht der ganze Krempel eh bald zusammen, da der Burghügel von Murmeltieren unterhöhlt wird.
Nach dem Besuch der Ruine fuhren wir weiter nach Banska Bystrica, wo am Abend der FK Dukla die Gäste vom MFK Skalica. Das Stadion dort präsentiert sich dort ebenfalls im schönen Ost-Europa-Style, auch wenn es vor wenigen Jahren eine Generalüberholung für die Erstligatauglichkeit erfuhr. Dukla ist der ehemalige tschechoslowakische Armeesportverband. Diesen Namen trugen und tragen ja mehrere Vereine in Tschechien und der Slowakei, deren Wappen sich an das Emblem des Armeesportverbandes anlehnten oder heute noch anlehnen und daher starke Ähnlichkeit zueinander zeigen. Da der Verband zu Zeiten des Sozialismus über großzügige Mittel verfügte, sind die Sportanlagen entsprechend gut ausgestattet. So auch das große Areal in Banska Bystrica. Für die Gastgeber versammelte sich eine vielleicht drei oder vier Dutzend Köpfe starke (oder schwache) Ultra-Gruppe hinter einer üppigen Zaunfahne. Gäste aus Skalica, im nordwestlichen Zipfel des Landes gelegen, waren nicht auszumachen. Die Gastgeber waren das bessere Team und gingen folgerichtig in Führung. Mit dem zweiten Treffer, per Strafstoß zwanzig Minuten vor dem Ende erzielt, rechnete eigentlich keiner mit der Aufregung, die noch folgen sollte. Die Gastmannschaft erzielte nämlich zügig den Anschluss, was Dukla stark verunsicherte. Die Folge war der Ausgleichstreffer tief in der Nachspielzeit, aber noch tiefer in dieser stellte Dukla doch noch auf Sieg und zwar mit einem 20-Meter-Kracher genau in den oberen Torgiebel. Schöner Schlußakt. Den aktuell stattfindenden, jährlichen Radvan-Jahrmarkt, der zum 368. Male abgehalten wurde, nutzten wir nach dem Spiel um uns kulinarisch zu versorgen.