
SV Germania Salchendorf vs VfL Kamen 1:2
Stadion an der Oststraße, 500 Zuschauer, Relegation zur Westfalenliga
Auch im Fußball-Westen ist die Relegationszeit ist angebrochen, wie nach jeder regulären Saison wird noch um freie Startplätze in allen möglichen Ligen gestritten. Einige Spiele finden auf neutralem Boden statt, so auch dieses. Natürlich kreuzt man dann auch oft an Orten auf, an denen man schon war, aber der entscheidende Charakter der Spiele macht ja den Reiz aus und es spricht ja auch nichts dagegen, brauchbare Anlagen nach einigen Jahren erneut und vor besserer Kulisse zu erleben, anstatt nur mit wenigen Zuschauern bei normalem Liga-Gebolze. In Meinerzhagen hatte sich sogar etwas verändert. Dass die größere der beiden Geraden inzwischen ein Dach spendiert bekommen hatte, war mir bis dato verborgen geblieben. Die Germania aus dem kleinen Ort Salchendorf im Siegerland und der VfL aus der für das oft zugestaute Autobahnkreuz berühmten Stadt stritten um einen Platz in der sechstklassigen Westfalenliga. Eine ausgeglichene erste Hälfte bot zwei frühe, gerecht verteilte Tore. In der Folge begegneten sich die Teams auf Augenhöhe, bis ein berechtigter Platzverweis wegen groben Foulspiels gegen die Siegerländer die Partie veränderte. Dass ausgerechnet der Spieler mit Namen Gelber sich eine Rote einfing, barg schon etwas Sarkasmus. So spielte der VfL im zweiten Durchgang überlegen, aber die Germania machte geschickt die Räume eng, so dass es dauerte bis die Überzahl in Zählbares umgemünzt wurde. Irgendwann wurde der Druck einfach zu groß und es klingelte zum zweiten Male hinter dem Salchendorfer Goalie. In den Schlussminuten wurde das Kräfteverhältnis durch eine Ampelkarte gegen den VfL wieder egalisiert. Zu spät jedoch, denn die Germania konnte sich keine zwingende Chance mehr erarbeiten.












