
SC Austria Lustenau vs SKU Amstetten 2:1
Reichshofstadion, 5.138 Zuschauer, 2.Liga

Der Feiertag lud zu einer kleinen Tour mit finaler Zielrichtung Ulm ein und im Umkreis der Donaustadt wurde auch das Lager aufgeschlagen. Der Donnerstag führte die kleine Reisegruppe über die Landesgrenze. Die Austria aus dem Vorarlberger Lustenau klopfte am letzten Spieltag deutlich an das Tor zum österreichischen Fußball-Oberhaus. Mit einem Sieg würde die Austria sicher aufsteigen, die Gäste aus Niederösterreich waren aber sicher keine Laufkundschaft, die sich einfach als Party-Gäste präsentieren würden. Ein ausverkauftes Haus durfte ‚Loschnou‘ vermelden. Das gab es nicht einmal beim Derby gegen Bregenz zwei Wochen zuvor, was da aber vorrangig an den den wenigen Gäste-Anhängern lag. Da der Gastverein für heute auf sein Kontingent verzichtete, wurde der Away-Sektor in diesem letzten Saisonspiel mit Austria-Anhängern geflutet und damit das volle Haus ermöglicht. Die Lustenauer Fanszene, innig befreundet mit den Anhängern des FC Augsburg und auch heute von diesen unterstützt, wie ein Überhänger über dem eigenen Gruppen-Banner zeigte, präsentierte zum Intro kleine Fähnchen in den Vereinsfarben. Rechts und links neben dem zentralen Spruch-Banner am Zaun wurden Fackeln ebenfalls in den Farben Grün und Weiß gezündet.
Vom Support wurde ich positiv überrascht. Natürlich trug auch die Bedeutung der Partie dazu bei, dass sich gute 300 Supportfreudige hinterm Tor versammelten, ich hatte jedenfalls mit maximal 100 Leuten gerechnet. Die Heim-Elf nahm das Zepter sofort in die Hand und so ließ der Führungstreffer auch nicht lang auf sich warten. Auch wenn die Niederösterreicher danach besser in die Partie kamen war die Pausenführung verdient. So ganz wach war die Austria dann nach dem Wiederanpfiff nicht, denn mit dem ersten Angriff der Amstettener fiel der überraschende Ausgleich. Davon ließ sich der Aufstiegsanwärter aber nicht beirren, spielte geduldig weiter und erzielte bald die erneute Führung, die bis zum Schluss Bestand haben sollte. Die Kurve wagte den üblichen Platzsturm und entzündete dabei einige Freudenfeuer. So werden in der kommenden Saison, Rapid, der SK Sturm und Co im kleinen Stadion direkt am Alpenrhein vorstellig. Das vorher aus viel Stahlrohr bestehende ‚Reichshofstadion‘ wurde in den letzten Jahren zu einem schmucken reinen Fußballstadion ausgebaut. Das Bergpanorama bietet einen schönen Hintergrund, von dem heute lieder nicht viel zu sehen war. Merkmal der Bude sind sicher die spacigen Flutlichtmasten, die wie Porree-Piepen in den Himmel ragen. Außen etwas Betonlastig zeigt das Stadion innen viele Holzelemente. Nicht optimal für Pyro-Exzesse, aber das erste Jahr nach der Fertigstellung im letzten Sommer hat der Bau ja schon mal überlebt.




















