Hongkong – Sa., 11.04.2026, 18:00

Eastern SC vs Hongkong FC 5:0

Mong Kok Stadium, 454 Zuschauer, Hongkong Premier League
Mit Bus und Metro klappte es so gerade eben, die Strecke bis Mong Kok rechtzeitig abzuspulen. Vor diesem Spiel wäre es auch möglich gewesen, anstelle des Spieles in Chai Wan ein Spiel in Macao zu besuchen. Das hätte aber einerseits den Po Toi-Ausflug unmöglich gemacht und zum anderen fanden an diesem Wochenende die Spiele der ‚Liga de Elite‘ Liga auf dem alten ‚Lin Fong Sports Ground‘ statt, der sich aktuell im Umbau befindet und beinahe komplett mit grünen Bau-Netzen abgehängt ist. Da es nicht meine Philosophie von diesem Hobby ist, auf Biegen und Brechen irgendwelche Spiele und Länder abzuhaken, wurde daher auf den Trip nach Macau verzichtet. Sonst wäre ich ja auch ein elender Groundhopper, aber tatsächlich bin ich ja ein entspannter Fußballtourist 🙂 . Als wir uns dem Eingang des hübschen ‚Mong Kok Stadium‘ und damit der Taschenkontrolle näherten, dachte ich noch, das Trikot des Typen ein paar Positionen vor mir, sieht einem RWE Trikot aber verdammt ähnlich. Spätestens als er sein Beutel mit dem Logo des glorreichen Deutschen Meisters von 1955 vorzeigen musste, war alles klar. Die Welt ist klein. Es blieb aber bei gegenseitigem Erstaunen und Shake Hands, man muss sich ja nicht gleich heiraten.
Das ‚Mong Kok Stadium‘ ist ein reines Fußballstadion mit vier separaten Tribünen, der Stadionform, die mir meist am besten gefällt. Die Tribünen auf den Geraden wurden mit Zeltdach-Konstruktionen überdacht und von der Hintertor-Tribüne aus bietet die Skyline von Mong Kok eine tolle Kulisse. Die Gastgeber wurden von gut zwei Dutzend Leuten unterstützt, die ordentlich angeflaggt hatten. Jeder Verein in Hongkong weiß ein paar aktive Anhänger hinter sich. Mal mehr, wie hier beim Eastern Sports Club, mal weniger, wie vorher bei dem ähnlich lautenden Club Eastern District, wo nur ein Tünnes auf eine Trommel eindrosch und sein Team verbal anfeuerte und selten von zwei, drei anderen gelangweilten Sinnesgenossen dabei unterstützt wurde. Der Tabellenletzte war zu Gast und völlig chancenlos. Es hätten auch mehr als die fünf Kirschen hinter dem überlangen Schnapper einschlagen können. Mit der Metro ging es nach Tsim Sha Tsui zu einem eher mittelmäßigen Abendessen. Kneipen sucht man vergebens, daher wurde das Verlangen nach Bier durch einen anschließenden überteuerten Irish Pub befriedigt und wieder ging es zu spät ins Bett.