Düsseldorf – Mi., 27.10.2021, 19:30

Fortuna Düsseldorf U23 vs Rot-Weiss Essen 3:3

Paul-Janes-Stadion, 1.695 Zuschauer, Regionalliga West
Nach 17 gespielten Minuten zeigte die Ergebnistafel drei Treffer für den Fortuna-Nachwuchs an und null für den glorreichen RWE. Was war geschehen? Die Roten waren direkt druckvoll in die Partie gestartet, aber die ersten drei oder vier vielversprechenden Vorstöße endeten in ungenauen Zuspielen in die Spitze. Mit der ersten Offensivbemühung der Gastgeber erzielten diese dann direkt den ersten Treffer, bei dem Schnapper Davari nicht allzu gut aussah. Gefühlt schlägt von dem, was auf das eigene Tor kommt, momentan eh zu viel ein. Aus dem Bauch raus bin ich der Meinung, in der letzten Saison war der Mann erfolgreicher in seinen Torverhinderungsbemühungen, muss aber so nicht stimmen. Allerdings schien auch der zweite Gegentreffer durch eine Kopfball-Bogenlampe vermeidbar. Bei Treffer Nummer drei durch einen sehr gut gespielten Konter war ‚Diva‘ aber definitiv machtlos. Unfassbar, was die rot-weisse Hintermannschaft in der Anfangsphase ablieferte. Damit war die Partie eigentlich auch entschieden, aber die Zeiten, in denen man die Truppe bei einem Drei-Tore-Rückstand abschreiben kann, sind nun mal vorbei.
Der erste RWE-Treffer durch Maschine Engelmann vor dem Seitenwechsel nährte die Hoffnung. In der zweiten Hälfte machte dann lange Zeit nichts den Anschein, als ob noch was Zählbares mit nach Essen fahren würde, obwohl es einige Torgelegenheiten gab. Aber auch die Gastgeber blieben gefährlich, bemühten sich aber mit fortwährender Spieldauer immer mehr, die Partie lediglich zu kontrollieren. Zwanzig Minuten vor Ende erzielte der eingewechselte Janjic den Anschluss und nur wenige Zeigerumdrehungen später nagelte der ebenfalls eingewechselte Krasniqi die Kirsche aus gut zwanzig Metern in das obere rechte Toreck und sorgte für hängende Fortunen-Köpfe. Obwohl das psychologische Momentum nun klar bei den Roten lag, kamen aber wieder die Gastgeber zunächst auf. In der Schlussphase gab es dann noch gute Chancen, welche beiden Teams den Sieg ermöglichten, aber es blieb beim letztlich wohl gerechten Remis. Die Stimmung war überschaubar. Die Ultra-Gruppierungen auf Essener Seite treten weiterhin nicht organisiert auf, sorgten aber dennoch für Support, wenn auch nicht durchgehend und nicht für die bleibende Erinnerung gedacht. Nach der frühen, hohen Fortuna-Führung wurde es erst einmal ruhig hinter dem Tor. Wer kann es ihnen verdenken, aber zum Ultra-Pathos passte das ja nun eigentlich nicht. Ich meide Auswärtsspiele bei den Profi-Reserven ja weitestgehend, bei den Spielen im Paul-Janes-Stadion bin ich dennoch relativ oft zu Gast, wenn es die Zeit zulässt, da der Weg kurz ist. Dennoch war mir nach diesem Spiel wieder klar, warum ich eher zum Verzicht auf diese Veranstaltungen neige.