
FK Spisska Nova Ves vs FK Zeleziarne Podbrezova 1:2
Stadion Nova Ves, 956 Zuschauer, Slovensky pohar 3.kolo

Am nächsten Tag fuhren wir zunächst nach Jasna in der Niederen Tatra. Von dort fährt die Seilbahn auf den Chopok, dem mit knapp über 2.000 Metern dritthöchsten Gipfel des Gebirges. Nachdem wir wieder unten ankamen, sah ich den Mietwagen mit einer Parkkralle geschmückt. Der Dorf-Sheriff war schnell herbeigerufen und am Parkscheinautomaten (15 europäische Taler für eine ungepflegte Schotterfläche!) konnte zum Glück die Zahlung nachgewiesen werden. Der Mann mit dem Stern auf der Brust musste seinen Fehler also einräumen, wollte aber meiner Bitte, mir die erste Parkkralle meines Autofahrer-Lebens als Souvenir zu überlassen, nicht nachkommen. Ein wenig wurde noch rumgeblödelt, dann hieß es „Dovidenia“ und so war es am Ende lustig, wenn man die Zahlung aber nicht beweisen kann, hat man das Theater. Weiter ging es nach Stary Smokovec, wo am Fuße der Hohen Tatra in einem schicken, neuen Resort das Quartier für die nächsten Tage aufgeschlagen wurde. Am Dienstag machten wir eine kleine Wanderung zu einem Bergsee, bevor wir ins nahe Spisska Nova Ves fuhren, wo sich der Erstligist Zeleziarne Podbrezova , benannt nach dem Hauptsponsor, einem lokalen Stahlrohrproduzenten, in der dritten Runde des slowakischen Pokals vorstellte.








Knapp 1.000 Leute interessierten sich am Nachmittag eines Werktages für dieses Spiel. Mich interessierte zunächst die Klobasa. Der unterarmlange, rote Fettriemen wurde zwar aus einem metallenen Thermobehälter serviert, schmeckte aber deutlich besser als der enttäuschende Schlauch in Ruzomberok. Dazu gab es einen Glücklichmacher aus dem Zapfhahn. Aus Podbrezova waren keine Anhänger angereist. Über eine vielköpfige Szene dürfte der Verein aus der ziemlich genau den Mittelpunkt des Landes bildenden Kleinstadt eh nicht verfügen und die Anstoßzeit dürfte das übrige dazugetan haben. Für die Gastgeber hatten sich 40-50 aktive Fans am Rande der noch recht neuen Gegentribüne versammelt, deren Altersdurchschnitt bei 14 oder 15 Jahren lag. Aber die Jungs gaben alles und sahen ihr Team weitgehend auf Augenhöhe mit dem Favoriten, es fehlte lediglich die Kaltschnäuzigkeit vor der Hütte. Den etwas schmeichelhaften Führungstreffer der Röhren-Mannschaft aus Halbzeit eins konnten die Gastgeber im zweiten Durchgang noch ausgleichen. Den erneuten Führungstreffer der Gäste per fragwürdigem Strafstoß leider nicht mehr. Der Höhepunkt folgte aber noch, als ein älterer Herr beim Ausparken auf dem Parkplatz mit Vollgas humorlos in einen anderen Wagen rammelte. Vielleicht etwas viel am Pivo genascht.











