Duisburg – Mi., 17.06.2026, 19:30

Duisburger FV 08 vs Osterrather SV Meerbusch 6:3

Grunewald-Kampfbahn, 1.300 Zuschauer, Aufstiegsrunde zur Landesliga Niederrhein
Um einen Platz in der Landesliga wurde im Duisburger Stadtteil Hochfeld gekämpft und 1.300 Zuschauer waren an den Grunewald gekommen, etwa 200 davon aus Meerbuscher Stadtteil Osterrath. Die Ausgangslage war kompliziert. Da die beiden bisherigen Spiele dieser Dreier-Gruppe mit einem Remis geendet hatten, gab es verschiedene Szenarien, bei denen alle drei Teilnehmer, auch der heute spielfreie MSV Düsseldorf, noch eine Chance auf den Aufstieg wahrten. Die ungünstigste Position hatte der OSV inne – dieser musste auf jeden Fall gewinnen um den Traum von der Landesliga zur realisieren. Dem DFV reichte jedes Unentschieden ab einem 2:2 aufwärts. Der zur Untätigkeit verdammte MSV aus der Landeshauptstadt schied recht früh aus dem Rennen aus. Diesem hätte lediglich ein torloses Remis zwischen dem DFV und dem OSV zum direkten Aufstieg verholfen, bei einem 1:1 hätte dieses ein Entscheidungsspiel gegen die Duisburger bedeutet. Die Gäste durften früh jubeln, denn bereits in der zweiten Minute erzielte ihr Team den Führungstreffer. Die Freude währte nur kurz, denn der DFV schüttelte sich schnell, glich nur vier Minuten später aus und ging nach einer Viertelstunde in Führung. Der MSV Düsseldorf war damit raus aus dem Rennen.
Aber auch der OSV zeigte Nehmer-Qualitäten und stellte kurz darauf wieder auf Remis. Die Partie blieb wild und der DFV konsequent. Bis zur 30. Spielminute führten zwei weitere Treffer zum 4:2, gleichzeitig der Halbzeitstand. Wer nun aber glaubte, die Messe wäre schon gelesen, sah sich schnell getäuscht, denn kurz nach Wiederanpfiff durften die Gäste nach dem schnellen Anschluss noch einmal Hoffnung schöpfen. Damit war es aber dann bald vorbei, denn zwanzig Minuten vor dem Ende erhöhte der DFV mit einem Doppelschlag auf 6:3 und nahm dem OSV damit endgültig den Glauben. Der – auch wenn es abgenutzt klingt – altehrwürdigen ‚Grunewald-Kampfbahn‘ wurde mit der Sanierung vor vier Jahren leider völlig der Charme entrissen. Lediglich die Stehtribüne am Bahndamm blieb unberührt. Die Stehstufenanlage auf der Straßen-Seite wurde dagegen komplett zurückgebaut. Dort wurden die neuen Sozialgebäude errichtet, die sehr clean und steril wirken und dieser traditionsreichen Spielstätte den Charakter rauben. Der DFV, der bis zur Jahrtausendwende eigentlich immer in den höheren regionalen Ligen spielte, dann aber einen Niedergang bis in die Kreisliga B erlebte, ist mit diesem Aufstieg auf dem Wege an alte Zeiten anzuknüpfen.