
BV Borussia Dortmund vs Celtic FC 7:1
Westfalenstadion, 81.365 Zuschauer, UEFA Champions League Ligaphase

Der Grund für diesen Spielbesuch in Begleitung meiner geschätzten Gattin war in erster Linie gute vier Wochen nach dem Besuch des ‚Old Firm‘ ein neuerliches Celtic-Erlebnis und damit Verbunden das Zusammentreffen mit bekannten Celtic-Anhängern, die aus Glasgow angereist waren. Die Sperrung der A40 in Bochum, damit verbundenes späteres Eintreffen am Stadion und ein Missverständnis über den Treffpunkt verhinderten leider ein gemeinsames Warm-up vor Spielbeginn und wir fanden uns erst auf der Nordtribüne. Zwar hatte ich mir zwei der Firmen-Dauerkarten meines Arbeitgebers für den Block im Südwest-Eck gesichert, ein erfahrener Fußballtourist wusste aber die Kontrollschleuse zwischen West- und Nordtribüne gekonnt zu überwinden und so konnten wir uns mit den Kelten zusammenschließen. Es war wunderbar, diese herzlichen Menschen zu treffen. Leider war es aber auch das einzige, was wunderbar war, denn das Spiel geriet aus grün-weiß-gestreifter Perspektive zum Desaster. Die frühe BVB-Führung konnte Celtic zwar postwendend glücklich egalisieren, aber nur wenig später lag die Borussia erneut in Front. Zwar spielte Celtic den Umständen entsprechend ganz gefällig nach vorn, hinten herrschte jedoch heilloses Chaos. Allein was Karim Adeyemi mit der Hintermannschaft der Hoops anstellte, dürfte auch in den folgenden Tagen noch für Schwindelanfälle und Orientierungslosigkeit gesorgt haben. So leid es einem für den Jungen auch tat, aber man musste ja beinahe dankbar sein, dass er beim Stand von 5:1 kurz nach dem Seitenwechsel verletzungsbedingt das Feld räumen musste. Für zwei weitere Dortmunder Treffer reichte es dennoch und das Debakel war für die ‚Hoops‘ perfekt. Nachdem Kasper Schmeichel, Sohn von Dänemarks Torwart-Legende Peter Schmeichel, in den bisher gespielten sechs Liga-Partien noch gänzlich ohne Gegentor blieb, wurde er nun absolut zum Kasper und durfte gleich sieben Mal hinter sich greifen. Die schottischen Anhänger nahmen es leicht, ist ihnen doch bewusst, dass allein die Teilnahme an der Champions League ein Bonus ist, gewinnen kann Celtic diesen Wettbewerb eh nicht. Während die Südkurve als Intro ein Choreo gegen die UEFA und ihre Profitgier präsentierte, wurde im Gästeblock zu Beginn beider Halbzeiten humorlos gefackelt.





































































































