
SV Quitt Ankum vs Blau-Weiß Hollage 1:4
Quitt-Stadion, 180 Zuschauer, Bezirksliga Weser-Ems Gruppe 5
Irgendwie schwer zu beschreiben, wo Ankum liegt. Irgendwo zwischen dem Nördlichen Teutoburger Wald, Tecklenburger Land und Emsland kommt der lokalen Eingrenzung wohl nahe. Die Herkunft, des ungewöhnlichen Vereinsnamens zu erörtern ist ebenfalls eine Herausforderung. Obwohl das Wort ‚quitt‘ ja in deutschsprachigen Regionen generell Anwendung findet, hat es regional in Ankum einen erhöhten Identifikationswert und soll die Lebensweise des Landkreises beschreiben. Die Ankumer sehen sich als frei und ausgeglichen, wofür dieses aus dem Lateinischen stammende Eigenschaftswort eben steht. So wurde bei Vereinsgründung beschlossen diese Lebenseinstellung im Vereinsnamen zu verankern. Der Rückweg aus Hamburg bot einige Optionen für einen Spielbesuch, der einzigartige Vereinsname und der schöne Hauptplatz der Sportanlage gaben den Ausschlag für den SV Quitt. Ich bin aber mit Quitt am Ende eben nicht quitt, denn nicht wie kommuniziert auf dem Hauptplatz, sondern auf dem Kunstrasen-Nebenplatz wurde angestoßen. Weitere Abzüge gab es für die in weiten Teilen Norddeutschlands ja leider übliche zur Bratwurst gereichte unsägliche halbe Toastscheibe, eine echte kulinarische Verfehlung, quasi eine Diskreditierung des in den Wurstdarm gezwängten leckeren Fleischbrät. Das ist, als ob Dir der Döner-Manne das Fleisch direkt in die Hand schnibbelt oder der Pizza-Bäcker den Belag ohne Teig auf den Teller knallt. Auf den Verzicht auf Eintrittskarten muss gar nicht groß hingewiesen werden, diese sind auf Amateur-Ebene sowieso eine aussterbende Art. Auch der Nebenplatz nutzt aber die Tribüne, die zweiseitig erbaut ist und von einer Seite aussieht wie die andere. Nur der Winkel zum Spielfeld ist unterschiedlich, weshalb die Installation zum Nebenplatz etwas merkwürdig aussieht. Die Gastgeber stecken tief im Abstiegskampf und waren den um den Aufstieg streitenden Gästen deutlich unterlegen.








