
1.FC Germania 08 Ober-Roden vs Kasseler SV Hessen 2:1
Sportplatz Frankfurter Straße, 1.220 Zuschauer, Hessenpokal Viertelfinale

Im Viertelfinale des hessischen Landespokals empfing Verbandsligist Germania Ober-Roden den ehemaligen Zweitligisten Hessen Kassel. Die Gäste wurden von etwa 100-120 Anhängern begleitet, davon waren etwa die Hälfte Angehörige der aktiven Szene. Ebenerdig hinter dem Stankett unter freiem Himmel ist es schwierig einen vernünftigen Support aufzubauen, daher gab es einige ‚leere‘ Phasen. Für die Gastgeber hatten sich ungefähr dieselbe Anzahl an Köpfen für die sporadische Unterstützung zusammengefunden, der Altersdurchschnitt ließ darauf schließen, dass es sich eher um Spieler von Jugend-Teams handelte. Diese waren aber rotzig genug, den KSV-Anhängern, die von zwei Leuten der befreundeten Kieler Störche begleitet wurden, einige Schlachtrufe unter der Gürtellinie zuzurufen, worauf diese aber nicht eingingen. Die favorisierten Nordhessen taten sich schwer bei den Südhessen. Zwar bestimmten sie das Spiel im ersten Durchgang und erzielten kurz vor dem Seitenwechsel auch den nicht unverdienten Führungstreffer, weitere Torchancen waren aber Mangelware, da die Gastgeber defensiv konzentriert arbeiteten. Nach dem Seitenwechsel war es ein anderes Spiel. Die Germania war mutiger und glich nach einem Konter zunächst kurz nach Wiederanpfiff aus, um wenige Minuten danach sogar in Führung zu gehen. Der KSV hatte fortan Mühe die Kontrolle zu behalten und biss sich an tapfer kämpfenden Germaniern die Zähne aus. In der Schlussphase wurde es hektisch. Die hinter dem Germania-Tor stehenden Gäste-Supporter waren mit dem Verhalten des Torwarts nicht einverstanden und standen plötzlich mit mehreren Leuten auf dem Platz, aber die Lage beruhigte sich schnell. Der Regionalligisten verkrampfte zusehends und kurz darauf war die Pokal-Überraschung perfekt.








