
SG Schönebeck vs DJK Adler-Union Frintrop 3:2
Sportanlage Ardelhütte, 600 Zuschauer, Landesliga Niederrhein Gruppe2

Obwohl die Platzanlage der SG Schönebeck die zu meiner herrschaftlichen Wohnstatt nächstgelegene ist, habe ich dort noch nie ein Spiel geschaut. Der Grund dafür ist, dass beide Plätze der Anlage wenig hergeben. Selbst bespielt habe ich beide Plätze dagegen reichlich. Beim VfB Borbeck, neben Grün-Weiß Schönebeck der zweite Verein, aus deren Fusion die SGS hervorgegangen ist, habe ich die güldenen Jugend-Jahre meiner schillernden Fußballkarriere verbracht. Auf dem tiefer gelegenen der beiden Spielfelder, welches im Gegensatz zum oberen nicht von einer störenden Laufbahn umgeben wird, habe ich seinerzeit noch auf roter Asche das erste Tor meiner unglaublichen Karriere als Strafraum-Stürmer erzielt. Noch heute erzählen sich frühere Generationen der Schönebecker Einwohner ehrfurchtsvoll davon. Nicht. Der Grund meines heutigen Besuches war das Gastspiel des Vereins bei dem ich dann in der Seniorenzeit deutlich länger verweilte. Die Platzanlagen der SGS und von Adler-Union liegen auch gerade mal einen großzügigen Kilometer voneinander entfernt – mehr Derby geht auf Landesliga-Ebene ja kaum. Die Adler vom schönsten Wasserturm der Welt sind als aktueller Tabellenzweiter – diese Position berechtigt zum Aufstieg – auf bestem Wege die direkte Rückkehr in die Oberliga zu realisieren, was nicht mehr eine so große Sensation wäre wie der erste Aufstieg vor zwei Jahren, aber immer noch herausragend.
Mit einem Sieg beim Nachbarn hätte das Tor zur Oberliga annähernd unverschließbar aufgestoßen werden können. Die Lila-Weißen hatten aber überhaupt kein Interesse, den Türöffner zu geben und spuckten den Adlern deftig in den Horst. Die Gäste begannen die Partie unglaublich pomadig, während sich die Schönebecker von Anfang an kampfstark und hellwach zeigten. Nach zwanzig Minuten lagen diese vor sehr guter Kulisse beinahe folgerichtig mit zwei Toren in Front und bei den Treffern zeigte sich die Adler-Deckung alles andere als sattelfest. Zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten blieben seitens des Favoriten ungenutzt und so ging es mit diesem gerechten Resultat in die Pause. Nach dieser sahen die zahlreichen Zuschauer ein anderes Adler-Team. Druckvoll und zielstrebig ging es richtig des Tores der SGS, die wiederum kaum noch zur Befreiung kam. Der Anschlusstreffer nach einer Stunde öffnete die Partie wieder und bei zwei mehr als einhundertprozentigen Torchancen hätte die Partie gedreht werden müssen. Der Angriff der Greifvögel war aber heute stumpf und der dritte SGS-Treffer schien die Partie zu entscheiden. Mit dem erneuten Anschluss fünf Minuten vor Schluss keimte noch einmal Hoffnung auf, die folgende Druckphase wurde aber nicht mehr belohnt.







