
Concordia Wiemelhausen vs VfL Bochum U21 1:4
Sportplatz Glücksburger Straße, 700 Zuschauer, Oberliga Westfalen

In der westfälischen Oberliga begrüßte der Bochumer Stadtteilverein aus Wiemelhausen einen Ortsrivalen, die wieder ins Leben gerufene U21 des Platzhirschen VfL. Um die Eingliederung dieser Mannschaft in die Oberliga, gab es kontroverse Diskussionen und viel böses Blut, was in einem Einspruch eines Großteils der Liga-Rivalen mündete. Für meine persönliche Meinung auch zurecht. Das Verbandssportgericht bestätigte aber – wie überraschend! – die Entscheidung des Verbandes, die etwas unklar mit einigem Spielraum ausgestatteten Statuten eben so anzuwenden. Großer Kritikpunkt der klagenden Vereine war zudem die fehlende Transparenz des Verbandes, der seine Entscheidung zunächst nicht erklärte. So oder so ist die Sache aber moralisch fragwürdig, eine neu aufgestellte Truppe einfach sechs Ligen überspringen, anstatt diese von ganz unten starten zu lassen. Inzwischen hat sich die Aufregung gelegt und zumindest in Wiemelhausen – die Concordia war am Einspruch auch nicht beteiligt – freute man sich auf den Ortsrivalen. Einige hundert Leute wollten sich das Derby anschauen. Diese sahen zunächst eine ausgeglichene Partie, in der die Concordia zwei gute Chancen vergab. Der Profi-Nachwuchs war vor dem Tor deutlich abgezockter, ging mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause und erhöhte früh in Hälfte zwei auf drei Tore Unterschied. Damit war das Ding eigentlich durch, aber die Gastgeber schafften den Anschluss und nun ergaben sich weitere Gelegenheiten, die aber der Abschlussschwäche zum Opfer fielen. Der VfL setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Vor Jahren sah ich schon mal ein Spiel in Wiemelhausen und seitdem ist die mit einigen Stufen ausgebaute Seite um einige Sitzschalen und ein Dach erweitert worden. Visueller Fixpunkt ist natürlich der mächtige Malakov-Förderturm der ehemaligen Zeche Julius Philipp.









