
Chemnitzer FC vs BSG Chemie Leipzig 1:1
Stadion an der Gellertstraße, 6.068 Zuschauer, Regionalliga Nordost

FC Karl-Marx-Stadt gegen die BSG Chemie Leipzig – ein Klassiker des DDR-Fußballs. Auf dem Heimfahrt aus Dresden lag dieses Spiel optimal am Weg. Das Stadion an der Gellertstraße wurde vor einigen Jahren an derselben Stelle wie sein Vorgänger völlig neu errichtet. Durch die unverbauten Ecken – die durch Glaswände gegen Wind gesichert sind – hat es ein eigenes Gesicht behalten. Mir als Verfechter von Stadien mit einzelnen, voneinander abgegrenzten oder sich unterscheidenden Tribünen gefällt es. Zu Gast waren die Leipziger Chemiker, die ich in dieser Spielzeit nun zum dritten Mal sah und die erneut einen gut ablieferten. Die Leutzscher sind stark unterwegs aktuell, sowohl stimmungs- als auch zahlenmäßig. 1.250 Gäste hatten die Reise in den Südwesten Sachsens angetreten, überhaupt war diese Partie aus meiner Sicht erstaunlich gut besucht, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Die Gesänge aus dem Gästeblock ließen sich wieder gut anhören, viele eigene Melodien, auch längere Lieder, waren dabei. Das Liedgut der Leutzscher hebt sich deutlich vom genuschelten Ultra-Einheitsbrei ab. Leider wurden heute keine nennenswerten optischen Akzente gesetzt, aber die Kurve um die ‚Diablos‘ hat sich in den letzten Jahren definitv gut entwickelt. Die Heim-Kurve verblasste dahinter etwas. Zwar gab es ein ganz nettes Intro aus vielen Schwenkfahnen, aber die Song-Auswahl beinhaltete wenig Eigenkreationen – irgendwie wirkte das wie ein Pflichtprogramm. Spielerisch war es harte Kost. Viel lief nicht zusammen, Torchancen waren absolute Mangelware. Den frühen Führungstreffer für die Gäste konnte der CFC kurz darauf durch einen umstrittenen Foulelfmeter ausgleichen.


















